Drohende Rezession wegen Gaslieferstopp

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Herbstgutachten der Bundesregierung Drohende Rezession wegen Gaslieferstopp

In ihrer jüngsten Prognose geht die Bundesregierung für das aktuelle Jahr von einem Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent aus. Im Jahr 2023 wird die Wirtschaft voraussichtlich um 0,4 Prozent schrumpfen. Vor allem die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs trüben die Aussichten.

2 Min. Lesedauer

Auf dem Bild ist zu sehen, wie ein Kran einen Container im Handelshafen des Rhein-Neckar-Hafens verlädt.

Für das Bruttoinlandsprodukt gibt es in der aktuellen Herbstprojektion der Bundesregierung eine Abwärtskorrektur.

Foto: picture alliance/dpa/Anspach

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat heute die Herbstprojektion der Bundesregierung vorgestellt und damit einen Ausblick gegeben, wie sich die Volkswirtschaft entwickeln wird. Demnach wächst die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr nur um 1,4 Prozent. Im nächsten Jahr schrumpft sie sogar um 0,4 Prozent. Im Jahr 2024 wird sich die Wirtschaft voraussichtlich wieder erholen und auf den Wachstumspfad zurückkehren.  

In der Frühjahrsprojektion hatte die Bundesregierung noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,2 Prozent in diesem Jahr und um 2,5 Prozent im nächsten Jahr gerechnet. Hauptgrund für die Abwärtskorrektur: Russland hat seine Gaslieferungen gestoppt. Das führte zu einem massiven Anstieg der Energiepreise, die vor allem die Industrieproduktion hart treffen.

Auf dem Bild ist Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zu sehen.

Bundeswirtschaftsminister Habeck bei der Vorstellung der Herbstprojektion.

Foto: IMAGO/photothek/Hofmann

„Es sind ernste Zeiten und die Zahlen der Herbstprojektion belegen das. Wir erleben derzeit eine schwere Energiekrise, die sich immer mehr zu einer Wirtschafts- und Sozialkrise auswächst. Auslöser dieser Krise ist der Angriff Putins auf die Ukraine. Die Antwort darauf kann nur Entschlossenheit sein. Die EU wie auch unsere internationalen Partner haben mit klaren Sanktionen geantwortet und das ist weiter die richtige und notwendige Antwort“, so Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck.

Trotz dieser Herausforderungen geht die Bundesregierung davon aus, dass der Arbeitsmarkt robust bleibt. Die Erwerbstätigkeit wird weiter steigen. Wo es nötig ist, wird das Kurzarbeitergeld als Instrument wirken, um Arbeitsplätze zu erhalten.

Abwehrschirm gegen hohe Preise

Das Niveau der Verbraucherpreise bleibt hoch. Die Bundesregierung geht von einer Inflationsrate von acht Prozent in diesem und sieben Prozent im nächsten Jahr aus. Die Preisentwicklung stellt Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Deshalb hat die Bundesregierung einen umfassenden Abwehrschirm beschlossen, um die steigenden Energiekosten und deren Folgen abzufedern. Von der geplanten Gaspreisbremse soll ein preisdämpfender Effekt ausgehen. Sonst würde die Inflationsrate vor allem im kommenden Jahr deutlich höher ausfallen. Der Abwehrschirm ergänzt die zuvor beschlossenen umfassenden Maßnahmen zur Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern.