Fast jeder Dritte hat vollen Impfschutz

Pressekonferenz zur Corona-Lage Fast jeder Dritte hat vollen Impfschutz

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland ist mindestens einmal geimpft. Fast jeder Dritte hat den vollständigen Impfschutz. Bundesgesundheitsminister Spahn erklärte am Freitag in Berlin. „Wir werden weitermachen, bis alle geschützt sind.“

Gesundheitsminister Spahn,  RKI-Präsident Wieler und Ralf Franke vom Gesundheitsmanagment der Firma Siemens bei der Pressekonferenz zur Corona-Lage.

Gesundheitsminister Spahn (r.) und RKI-Präsident Wieler (m.) informierten über den aktuellen Stand des Pandemie- und Impfgeschehens.

Foto: picture alliance/dpa

Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist in Deutschland mehr als jeder Zweite mindestens einmal geimpft, genau 50,1 Prozent. Das sind 41,5 Millionen Menschen. 29,6 Prozent haben den vollen Impfschutz. Das ist fast jeder Dritte. Die Impfkampagne gehe mit großen Schritten voran, so Spahn in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler.

Niedrigschwellige und effektive Impfangebote

Der Minister erklärte, innerhalb weniger Wochen werde es möglich sein, allen impfwilligen Erwachsenen ein Impfangebot zu machen, sollte „nichts Unerwartetes passieren“. Dann käme es darauf an, „all diejenigen, die vielleicht noch zweifeln, die zögern, die noch überlegen“ zu überzeugen und sie zu erreichen.

Das Impfen am Arbeitsplatz sei niedrigschwellig und effektiv. Es senke die Hürden, sich impfen zu lassen. So würden auch Zweifler überzeugt, so Spahn und verwies auf den erfolgreichen Einstieg der Betriebsärzte in die Impfkampagne.

Zweitimpfung ist wichtig

Spahn und Wieler warnten vor der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Virusvariante. Um nicht zu erkranken, sei ein vollständiger Impfschutz notwendig. Wichtig sei es daher, unbedingt auch die zweite Impfung durchführen zu lassen. Bisher spiele die Variante noch keine große Rolle in Deutschland, so Wieler. Derzeit läge ihr Anteil bei sechs Prozent. Doch ein Blick in das Vereinigte Königreich zeige, wie schnell sie zur dominanten Variante werden könne.

Neben dem Impfen sollten deshalb die Basismaßnahmen des Infektionsschutzes weiterhin eingehalten werden, mahnte Wieler: Die bekannten AHA-plus-L-Regeln und die Kontaktreduktion – auch da, wo die Inzidenzen niedrig seien. „Wir dürfen dem Virus keine Chance geben, sich wieder erneut zu verbreiten“, so der RKI-Präsident.

Draußen könne auf Masken verzichtet werden, solange Mindestabstände eingehalten würden. In Innenräumen oder auch in öffentlichen Verkehrsmitteln sollten sie weiterhin getragen werden, ergänzte Spahn. Auch das Testen bleibt ein wichtiger Baustein – insbesondere in Reisezeiten. Am Mittwoch hatte die Bundesregierung beschlossen, die Testpflicht für Urlaubsrückkehrer beizubehalten. Für die kommende Woche kündigte der Minister eine neue Testverordnung an.

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