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Hackathon #WirVsVirus Die Arbeit beginnt jetzt

20 digitale Projekte sollen dabei helfen, einige der Auswirkungen der Corona-Pandemie zu bewältigen. Die Preisträger des Hackathons der Bundesregierung sind am Montagabend geehrt worden. Mehr als 20.000 User hatten sich beteiligt. Das Motto: #WirVsVirus.

2 Min. Lesedauer

Eine Frau arbeitet am Laptop.

Hackathon der Bundesregierung: Programmierer im Einsatz gegen die Auswirkungen der Pandemie.

Foto: picture alliance/Frank May

Allein die Zahlen sind atemberaubend: Mehr als 20.000 User haben sich mit 1.500 digitalen Projekten am Hackathon der Bundesregierung beteiligt - unter dem Hashtag #WirVsVirus. Die Anwendungen sollen dabei helfen, die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu begrenzen. Denn die Besten werden fit für den Einsatz in der Praxis gemacht. Für Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung und Begleiterin des Hackathons, bieten die zahlreichen Lösungsansätze auch Möglichkeiten für eine neue Politik.

Die 20 Besten gegen Corona

Die 20 geehrten Ideen, die am Montagabend vorgestellt wurden, beschäftigen sich mit verschiedensten Bereichen. So geht es bei den Projekten "Sicher-Test"  und "Digitales Wartezimmer"  darum, die Terminvergabe bei Fachärzten zu optimieren. Bei "RemedyMatch"  geht es um die bessere Steuerung von Angebot und Nachfrage bei Medizinartikeln, bei "Print4Life"  um die Verbesserung der Angebote des 3D-Drucks.

Auch die Herausforderungen einer Krisen-Kommunikation greifen die prämierten Projekte des Hackathons auf. So will "Coronav" die Notruf-Hotlines entlasten und "I.R.I.S." den Austausch zwischen Behörden und medizinischem Personal verbessern. Das Projekt "DEalog"  will die Kommunikation zwischen den Behörden und der Bevölkerung verbessern, da gerade in Krisenzeiten Quantität und Qualität der Informaitionen höchst unterschiedlich sind. "IDA"  will die Kontakte zwischen Auslandsdeutschen und den konsularischen Vertretungen der Bundesrepublik etablieren und verstetigen.

Ideen für die Wirtschaft und Verwaltung

Beim Hackathon wurden auch Lösungen für die Herausforderungen der Verwaltung gesucht. Bei "CallvsCorona" sollen Sprachnachrichten im Ausland verschickt werden. "Fastbordercrossing"  stellt in Windeseile Passierscheine für den Grenzübertritt aus und "U:DO"  hilft beim Antrag auf Kurzarbeitergeld.

Zahlreiche Ideen für die Wirtschaft haben die Teilnehmer des Hackathons angepackt. "Colivery"  bietet Lieferdienste für die sogenannten Risikogruppen an. Dieser Problematik haben sich auch "Machbarschaft" "Small business hero"  und "Wirfueruns" angenommen. "Openlogistics" sorgt für funktionierende Lieferketten,  "Wirbliebenliquide" unterstützt Firmen bei der Antragstellung von Fördermitteln. Arbeitssuchende Menschen können über "JAY"  mit verschiedenen Unternehmnen in Kontakt treten.

Per Video zu Besuch im Altenheim 

In Zeiten fehlender direkter persönlicher Kontakte soll mit  "Videobesuch"  Familien, Verwandten und Freunden der Besuch bei lieben und geliebten Menschen in Altenheimen ermöglicht werden. Ebenso will "meinegemeinde.digital" die Gläubigen aller Konfessionen mit ihren Gemeinden und darüber hinaus zusammenbringen.

Um eine möglichst effektive Realisierung der Ideen zu gewährleisten, fand in den vergangenen Tagen ein dreigliedriger Auswahlprozess statt. Nach einem Public Voting, bei dem die Nutzer Sozialer Medien ihre Meinung zu den Ideen abgaben, folgte die Prüfung durch ein Auswahlgremium von mehr als 600 Freiwilligen. Deren Votum wurde einer 48-köpfigen Jury mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Gesundheit, Verwaltung, Ernährung, Fürsorge und Wirtschaft vorgelegt, die 20 Siegerprojekte gekürt haben.

So geht es weiter

Damit die Projekte in der Praxis eingesetzt werden können, folgt in den nächsten Wochen ein mehrstufiges Programm. Zunächst wird getestet, welche Ideen tatsächlich funktionieren. Erfahrene Entwickler aus der Start-up-Szene werden den Projekten als Mentoren an die Seite gestellt. Natürlich müssen die Initiativen auch finanziert werden. Neben Crowdfunding-Aufrufen wird die Bundesregierung finanzielle Mittel bereitstellen, wie Digitalstaatsministerin Bär betonte. "Bei vielversprechenden Projekten übernehmen wir auch gerne die Patenschaft“, erklärte Bär. Sie sagte außerdem zu, bei EU-Partnern für die Ideen zu werben.