Landwirtschaft zukunftsfähig machen

Zukunftskommission eingesetzt Landwirtschaft zukunftsfähig machen

Das Bundeskabinett hat heute die "Zukunftskommission Landwirtschaft" eingesetzt. Praktiker, Wissenschaftler und gesellschaftliche Akteure werden in den kommenden Monaten Empfehlungen und praxistaugliche Wege für eine produktive und ressourcenschonende Landwirtschaft erarbeiten.

Unsere heimische Landwirtschaft ist systemrelevant - das hat die Corona-Pandemie deutlich gemacht. Durch sie werden in erster Linie sowohl Nahrungsmittel für Verbraucherinnen und Verbraucher als auch Futtermittel erzeugt.

Doch Landwirtschaft und ländliche Räume stehen vor zum Teil gravierenden strukturellen und wirtschaftlichen Änderungen. Es geht darum, die Nahrungsmittelproduktion zu sichern und zugleich den gesellschaftlichen Ansprüchen nach mehr Tierwohl sowie mehr Umwelt-, Natur- und Klimaschutz gerecht zu werden.

Zielkonflikte auflösen

Aufgabe der Zukunftskommission Landwirtschaft ist es, als unabhängige Expertenkommission Empfehlungen für eine nachhaltige, ökonomisch tragfähige sowie sozial verträgliche und gesellschaftlich akzeptierte Landwirtschaft am Standort Deutschland zu erarbeiten. Sie soll dabei helfen, bestehende Zielkonflikte aufzulösen - etwa zwischen dem Preisbewusstsein einerseits und steigenden Verbrauchererwartungen andererseits. 

Zukunft der Tierhaltung

Eines der Themen, mit denen sich die Kommission befassen wird, ist die Zukunft der Tierhaltung, somit auch das Tierwohl und die Tiergesundheit. Weitere Schwerpunkte sind die Ausgestaltung der künftigen Agrarpolitik, die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Landwirtschaft, sowie Umweltthemen wie Düngung, Gewässer- und Pflanzenschutz. Außerdem werden Strategien zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels sowie der Beitrag der Landwirtschaft für die erneuerbaren Energien erörtert.

Strohschneider übernimmt Vorsitz

Im Herbst 2020 soll die Zukunftskommission Landwirtschaft einen ersten Zwischenbericht und im Sommer 2021 einen Abschlussbericht vorlegen.

Die Kommission zählt über 30 Mitglieder aus den Bereichen Landwirtschaft, Wirtschaft und Verbraucher, Umwelt und Tierschutz sowie Wissenschaft; den Vorsitz hat Prof. Dr. Peter Strohschneider inne. Die Einrichtung der Kommission ist ein zentrales Ergebnis des Landwirtschaftsdialogs Ende vergangenen Jahres.