Gemeinsam Radverkehr gestalten

Nationaler Radverkehrsplan 3.0 Gemeinsam Radverkehr gestalten

Radfahren ist emissionsfrei und spart Platz - und ist damit zentraler Bestandteil einer nachhaltigen Mobilität. Vor diesem Hintergrund misst die Bundesregierung der Förderung des Radverkehrs eine hohe Bedeutung bei. Grundlage dafür ist der Nationale Radverkehrsplan, den die Bundesregierung nun neu aufgestellt hat.

Breite Fahrradstraße in Berlin.

Teil der Förderung des Radverkehrs: die Einbindung des Fahrrads in den urbanen Lasten- und Wirtschaftsverkehr, um die Zahl gefahrenen Kilometer per Rad bis 2030 zu steigern.

Foto: imago images/David Weyand

Was ist der Nationale Radverkehrsplan?

Der Nationale Radverkehrsplan, kurz NRVP, ist die Strategie der Bundesregierung zur Förderung des Radverkehrs in Deutschland. Darin enthalten sind die Leitlinien, Themenschwerpunkte und konkrete Ziele, die Bund, Länder und Kommunen innerhalb ihrer Zuständigkeiten verfolgen.

Denn: Für die einzelnen Radverkehrsmaßnahmen vor Ort sind grundsätzlich die Länder und Kommunen verantwortlich. Aufgabe des Bundes ist es, die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des Radverkehrs zu schaffen. Außerdem finanziert er den Bau von Radwegen an Bundesstraßen.

Wie fördert der Bund den Radverkehr?

Nachdem der NRVP—Nationaler Radverkehrsplan 2012 bis 2020 als bisherige Grundlage für die Radverkehrsförderung des Bundes ausgelaufen ist, werden mit dem NRVP—Nationaler Radverkehrsplan 3.0 die Handlungsfelder und Ziele bis zum Jahr 2030 festgelegt. Diese sind unter anderem:

  • Der Aufbau einer lückenlosen und sicheren Radinfrastruktur mit zusammenhängenden Netzen von Radschnellwegen und -verbindungen,
  • die Stärkung der Radpendlerverkehre und des Radtourismus insbesondere in strukturschwachen Regionen,
  • die Einbindung des Fahrrads in den urbanen Lasten- und Wirtschaftsverkehr, um die gefahrenen Kilometer per Rad bis 2030 gegenüber 2017 durch deutlich mehr und längere Wege zu verdoppeln.

Warum wird der Radverkehr gefördert?

Werden vor allem Pkw-Fahrten ersetzt, hilft der Radverkehr dabei, die klimapolitischen Ziele zu erreichen - auf nationaler wie internationaler Ebene. So kann die mit dem NRVP—Nationaler Radverkehrsplan 3.0 angestrebte Erhöhung der gefahrenen Kilometer per Rad bis 2030 zu einer Einsparung von drei bis vier Millionen Tonnen CO2 pro Jahr gegenüber 2017 führen.

Wirtschaftsfaktor Radverkehr im Jahr 2020:

79,1 Millionen Fahrräder und E-Bikes in Deutschland (Bestand)
5,04 Millionen verkaufte Fahrräder und E-Bikes
6,44 Milliarden Euro Umsatz mit Fahrrädern und E-Bikes
281.000 Beschäftigte und Selbstständige in der Fahrradwirtschaft

Weitere Informationen zur Radverkehrsförderung in Deutschland erhalten Sie auf dem Fahrradportal des Bundesverkehrsministeriums.