Erster Schritt zu umfassender Notfallvorsorge

Nationale Gesundheitsreserve Erster Schritt zu umfassender Notfallvorsorge

In der Frühphase der Corona-Pandemie wurden Schutzausrüstung, Medizinprodukte und Beatmungsgeräte weltweit binnen kürzester Zeit knapp. Aus dieser Erfahrung heraus wird eine Nationale Reserve Gesundheitsschutz aufgebaut. Ein Überblick zu den weiteren Planungen.

Das Bild zeigt einen Gabelstapler, der eine Palette mit verpackten Kisten in einer Halle ablädt.

Wichtige Reserve für den Notfall: Die Bundesregierung lagert zukünftig unter anderem Schutzausrüstung und Beatmungsgeräte ein.

Foto: picture alliance / Flashpic

Bereits Anfang Juni 2020 beschloss die Bundesregierung, eine Nationale Reserve Gesundheitsschutz aufzubauen. Das Bundeskabinett hat nun einen Zwischenbericht zur Kenntnis genommen. Der Bericht gibt Überblick über die bisherigen Aktivitäten zum Aufbau der Nationalen Reserve Gesundheitsschutz und über die Pläne zur weiteren Entwicklung.

So werden zur Vorsorge für zukünftige Krisen dauerhaft Schutzmasken, Beatmungsgeräte und Medikamente gelagert. Im Notfall können dann Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen schnell und sicher unterstützt werden. „Die Vorbereitung kostet, aber nicht vorbereitet sein, kostet noch viel mehr“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Vorgesehen ist die Nationale Reserve für drei Szenarien:

  • Pandemien,
  • im Verteidigungsfall, wenn dabei viele Verletzte zu behandeln sind,
  • falls Lieferketten abbrechen.

Beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wird dazu ein gemeinsames nationales Kompetenzzentrum von Bund und Ländern errichtet. Somit werden alle wichtigen Akteure im Bevölkerungsschutz in einer Schnittstelle verbunden. Das THW soll den Logistikbereich übernehmen.

„Mit der Nationalen Reserve Gesundheitsschutz gehen wir einen ersten wichtigen Schritt hin zu einer umfassenden Vorsorge für künftige Krisen,“ so Bundesgesundheitsminister Spahn.