Kinder- und Jugendliche besser unterstützen

Schule, Sport, Prävention während und nach der Pandemie Kinder- und Jugendliche besser unterstützen

Auch in der Pandemie brauchen Kinder und Jugendliche offene Schulen und Kitas und Sportangebote in der Freizeit. Darauf weist eine Arbeitsgruppe von Bundesfamilien- und Bundesgesundheitsministerium hin. Wie die Jüngsten während und nach der Pandemie besser unterstützt werden sollen, darüber wurde am Mittwoch im Kabinett berichtet.

Ein Junge klatscht beim Sportunterricht mit seiner Trainerin ab.

Kinder und Jugendliche brauchen über Schule und Kita hinaus weitere Freizeitangebote als Ausgleich.

Foto: Thorsten Eckert

Besonders Kinder und Jugendliche sind von den Auswirkungen der Corona-Pandemie durch Schul- und Kita-Schließungen sowie eingeschränkte Freizeitangebote betroffen. Gleichzeitig stellen mangelnde soziale Interaktion mit Gleichaltrigen, übermäßiger Medienkonsum, Bewegungsmangel und weitere Faktoren während der Pandemie ein Risiko für die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen dar.

Eine Interministerielle Arbeitsgruppe von Gesundheits- und Familienministerium hat daher zusammen mit zahlreichen Expertinnen und Experten Handlungsempfehlungen erarbeitet, durch die künftige Belastungen für Kinder und Jugendliche möglichst vermieden und bestehende abgebaut werden sollen. Am Mittwoch wurde darüber im Bundeskabinett berichtet.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärte dazu: „Kinder und Jugendliche haben unter der Pandemie ganz besonders gelitten. Wir wollen sie auf dem Weg zurück in die Normalität besonders unterstützen und hier stärker in Prävention und Vorsorge investieren. Dazu gehören auch wieder mehr Vorsorgeuntersuchungen, um psychische und physische Probleme der Heranwachsenden frühzeitig zu erkennen.“

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht erläuterte: „Die Auswirkungen der Pandemie treffen leider ausgerechnet die Kinder und Jugendlichen besonders hart, die es auch vorher schon schwer hatten. Um sie müssen wir uns ganz besonders kümmern. Gerade für diese Kinder ist es so wichtig, dass Kitas, Schulen, Sportangebote und Jugendeinrichtungen offen sind und offen bleiben. Mit unserem Aufholprogramm geben wir Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, die Pandemie hinter sich zu lassen: mit Bildungs- und Freizeitangeboten, die jetzt helfen, Einsamkeit, Bewegungsmangel und Lernrückstände zu überwinden.“

Der Bericht beschreibt unter anderem diese Punkte

  • Mit oberster Priorität gilt es, flächendeckende Schließungen von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen zu vermeiden, aber ohne die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu gefährden.
  • Über Schule und Kita hinaus brauchen Kinder Sport und Bewegung und weitere Freizeitangebote als Ausgleich. Länder und Kommunen sollen dafür sorgen, dass insbesondere Sport – auch unter Pandemiebedingungen zum Beispiel im Freien – weiterhin möglich ist.
  • Zudem sollen präventive Angebote der Gesundheitsförderung Kindern und Jugendlichen verstärkt zugänglich gemacht werden. Ziel ist es, dass die Länder und Kommunen gemeinsam mit den Krankenkassen und anderen örtlichen Trägern die Wiederbelebung und den Ausbau der Angebote für Kinder und Jugendliche vorantreiben und dabei einen Schwerpunkt auf die Prävention und Bekämpfung von Risiken wie Bewegungsmangel, Fehlernährung und auch Stresssymptome bei Kindern und Jugendlichen legen.
  • Kinder und Jugendliche, die bereits vor der Pandemie erhöhten Belastungen ausgesetzt und besonders betroffen waren, sollen gezielt unterstützt werden.
  • Außerdem soll ein umfassendes Testangebot für Kitas und Schulen aufrechterhalten werden.

Hier können Sie den gesamten Bericht der Arbeitsgruppe nachlesen.