Gesundheitsversorgung muss allen zugänglich sein

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Inklusionstage 2023 Gesundheitsversorgung muss allen zugänglich sein

Die Pandemie hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, dass alle Menschen Zugang zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung haben. Besonders Menschen mit Behinderungen sind darauf angewiesen, dass die Leistungen barrierefrei und niedrigschwellig sind. Das Thema der diesjährigen Inklusionstage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales lautet deshalb: „Gesundheit: Barrierefrei – selbstbestimmt – zeitgemäß“.
 

3 Min. Lesedauer

Bundesminister Hubertus Heil

Bundesminister Heil verwies auf die hohe Bedeutung von Inklusion und Barrierefreiheit in der Politik der Bundesregierung

Foto: BMAS / Anna Spindelndreier

Der Termin beim Arzt kann für Menschen mit Behinderungen ein schwieriges Unterfangen sein: Hat die Arztpraxis eine Rollstuhlrampe? Gibt es für Sehbehinderte eine ertastbaren Orientierungshilfe? Stehen für Menschen mit kognitiven Einschränkungen Informationen in Leichter Sprache zur Verfügung? Barrieren für Menschen mit Behinderungen oder kognitiven Einschränkungen gibt es in der Gesundheitsversorgung viele. Sie machen es diesen Menschen schwer, den Arztbesuch ohne fremde Hilfe zu bewältigen.

Wie inklusiv die Gesundheitsversorgung in Deutschland ist, und wie sich Defizite beheben lassen – diesem Thema widmeten sich die diesjährigen Inklusionstage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales am 8. und 9. Mai 2023 in Berlin. Expertinnen und Experten von Sozialverbänden, der Wissenschaft, Unternehmen und Verwaltung – Menschen mit und ohne Behinderungen - tauschten sich in Diskussionsrunden und Seminaren über die verschiedensten Aspekte des Themas aus.

Von Pandemie-Erfahrung bis ländlicher Gesundheitsversorgung

Am ersten Tag ging es etwa um die Frage, was wir mit Blick auf Menschen mit Behinderungen aus der Pandemie gelernt haben. Denn diese Zeit hat besonders gezeigt, wie wichtig eine hochwertige und für alle zugängliche Gesundheitsversorgung ist. Ein Seminar befasste sich mit digitalen Unterstützungsmöglichkeiten: Wie kann uns zum Beispiel das Elektronische Rezept oder die Video-Sprechstunde künftig im Alltag helfen?

Am zweiten Tag diskutierten Fachleute, wie sich Krankenhäuser und Praxen sowie ihr medizinisches Personal auf Menschen mit verschiedenen Behinderungen einstellen können. Ein anderes Thema beschäftigte sich mit der Frage, wie die gesundheitliche Versorgung im ländlichen Raum verbessert werden kann.

Heil: Barrierefreiheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Die Barrierfreiheit in Deutschland zu verbessern – das ist ein wichtiges Ziel der Bundesregierung in dieser Legislaturperiode. Barrierefreiheit sei eine Gemeinschaftsaufgabe von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft, betonte Bundessozialminister Hubertus Heil in seinem Grußwort. Sie sei zudem nicht nur eine sozialpolitische Aufgabe, sondern eine Aufgabe der gesamten Bundesregierung, sagte er und verwies auf die Bundesinitiative Barrierefreiheit . Innerhalb der Initiative wird die Bundesregierung rechtliche Regelungen weiterentwickeln, um die Barrierefreiheit im öffentlichen und privaten Bereich voranzutreiben. Im Fokus stehen die Themen Mobilität, Wohnen, Digitales – und eben auch die Gesundheit.

Seit der Pandemie sei das Thema Barrierefreiheit in der Gesundheitsversorgung ins gesamtöffentliche Bewusstsein gerückt, so der Minister weiter. „Für Menschen mit Behinderungen war das immer schon ein aktuelles Thema, weil sie sehr viel häufiger auf Ärzte und Gesundheitsleistungen angewiesen sind als Menschen ohne Behinderung.“ Er verwies auf die UN-Behindertenrechtskonvention, die sehr deutlich das Recht auf barrierefreien, auf diskriminierungsfreien Zugang zur Gesundheitsversorgung beschreibe. „Doch in der Realität stoßen Menschen mit Behinderungen an sehr, sehr große Hürden.“ Deshalb sei es so wichtig, sich diesem Them bei den Inklusionstagen zu nähern.

Verleihung des Bundesteilhabepreises 

Ein Höhepunkt der Inklusionstage war die Verleihung des Bundesteilhabepreises des vergangenen Jahres. Der Preis wird seit 2019 jedes Jahr durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales vergeben und zeichnet Vorbilder der gelungenen inklusiven Sozialraumgestaltung aus. Schwerpunkt im vergangenen Jahr war das Thema "WOHNEN barrierefrei • selbstbestimmt • zeitgemäß".

Mehr über die Gewinner erfahren Sie bei der Bundesfachstelle Barrierefreiheit .

Seit 2013 lädt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales jedes Jahr zu den Inklusionstagen ein. Zum Austausch treffen sich hier mehrere Hundert Menschen mit und ohne Behinderungen – vor Ort und digital: Expertinnen und Experten aus den Sozial-, Wohlfahrts- und Behindertenverbänden, aus der Wissenschaft, aus Unternehmen und der Verwaltung.

Weitere Informationen rund um Arbeits- und Sozialpolitik finden Sie auf unserer Themenseite Arbeit und Soziales .