Europäische Klimaschutzinitiative

Ideenwettbewerb 2019 startet

Die von der Bundesregierung ins Leben gerufene Europäische Klimaschutzinitiative finanziert Klimaschutzprojekte in der Europäischen Union. Mit Erfolg: Inzwischen stehen 64 Projekte in 24 Mitgliedstaaten auf der Förderliste. Jetzt startet der dritte Ideenwettbewerb.

Sonnenstrahlen im Wald.

Europa soll beim Klimaschutz besser zusammenarbeiten - das fördert die Initiative EUKI.

Foto: Unsplash/pixpoetry

"Es gibt Herausforderungen, die man nur gemeinsam bewältigen kann, und dazu gehört der Schutz unseres Klimas", sagt Bundeskanzlerin Merkel in Ihrem aktuellen Video-Podcast. Anlässlich der zweiten Konferenz zur Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) erklärt die Kanzlerin, dass die Bundesregierung mit der Initiative gute Praxisbeispiele in Europa finden will, um voneinander lernen und die Klimaschutzziele erreichen zu können.

Die Initiative fördert ein breites Spektrum von Klimaschutzprojekten, die von der Gestaltung eines sozialverträglichen Strukturwandels in Kohleregionen bis hin zur Renaturierung von Mooren reichen. In den Ideenwettbewerben 2017 und 2018 gingen 150 Projektskizzen ein. Insgesamt fördert die EUKI derzeit 64 Projekte in der Europäischen Union.

Die Europäische Klimaschutzinitiative ist ein Finanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Die Bundesregierung möchte mit der Initiative den grenzüberschreitenden klimapolitischen Dialog sowie den Wissens- und Erfahrungsaustausch in der EU stärken. Gemeinsam soll die konkrete Umsetzung des Pariser Abkommens vorangebracht werden. Gefördert werden können Projekte von Nichtregierungsorganisationen, aber auch von Behörden, gemeinnützigen Unternehmen oder Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen. Der geografische Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit Mittel-, Ost- und Südeuropa.

Vernetzung ist wichtig

Ein wichtiges Anliegen der EUKI ist die Vernetzung zwischen verschiedenen Ländern Europas, um den Wissenstransfer und den Austausch guter Praktiken im Klimaschutz zu befördern.

Dieses Ziel wurde auch durch die zweite EUKI-Konferenz mit Leben gefüllt, die nun in Berlin stattfand. Vertreterinnen und Vertreter nahezu aller Projekte, die durch die Initiative gefördert werden, nahmen an der Konferenz teil.

Jochen Flasbarth, Staatssekretär im BMU, erklärte: "Wir haben die EUKI ins Leben gerufen, weil wir überzeugt sind, dass wir in Europa gemeinsam stärker sind als alleine. Und das gilt gerade beim Klimaschutz, der zentral für unsere Zukunft ist."

Neue Ideen gesucht

Das Bundesumweltministerium hat nun den Startschuss zum dritten Ideenwettbewerb der Europäischen Klimaschutzinitiative gegeben. Noch bis zum 12. April 2019 können Projektideen eingereicht werden, die die Umsetzung des Pariser Übereinkommens in Europa beschleunigen und zum innereuropäischen Dialog beitragen.

In einem zweistufigen Verfahren werden Projekte ausgewählt. Sie sollen nicht nur zum Klimaschutz in Europa beitragen, sondern auch die europäische Kooperation stärken, indem Organisationen aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten zusammenarbeiten.

Mögliche Maßnahmen und Projekte finden sich in allen relevanten Sektoren: Energie, Industrie, Verkehr, private Haushalte, Gewerbe, Handel und Dienstleistung, Abfall, Landwirtschaft und Landnutzung. Diese können auch miteinander kombiniert werden oder unter übergreifenden Themenstellungen, wie zum Beispiel klimafreundliche Stadtentwicklung, bearbeitet werden. Auch Bildungsarbeit und Bewusstseinsbildung zu Klimawandel und Klimaschutz ist ein zentrales Themenfeld der EUKI.


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