Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Corona-Tests

FAQ zu Corona-Tests Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Corona-Tests

Corona-Test sind bei der Eindämmung des Coronavirus besonders wichtig. Sie helfen, Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen. Hier finden Sie wichtige Informationen zu PCR- und Selbsttests sowie zu den kostenlosen Antigen-Schnelltest.

Eine Junge Frau trägt grüne Latex Handschuhe und hält einen Corona Schnelltest.

Für eine vorzeitige Beendigung von Isolation und Quarantäne reicht ein negativer Antigen-Schnelltest.

Foto: imago images/Sven Simon

PCR-, Antigen-Schnell- oder Selbsttest

Wann werden Antigen-Schnelltests eingesetzt und wann PCR-Tests?

  • Ein Anspruch auf einen kostenfreien PCR-Tests besteht nur nach einem positiven zertifizierten Antigen-Schnelltest.
  • Bei Diagnose und Auswertung der PCR-Tests werden Risikopatienten und Menschen in besonders gefährdeten Bereichen (Pflege, Eingliederungshilfe, häusliche Pflege) sowie in medizinischen Bereichen (Praxen, Krankenhaus, Pflege, Rettungsdienste) bevorzugt. Auch sie benötigen allerdings einen positiven Antigen-Schnelltest, bevor sie den PCR-Test machen können. 
  • Wer einen roten Warnhinweis in der Corona-Warn-App hat, sollte zunächst mit einem Antigen-Test prüfen, ob eine Corona-Infektion vorliegt. Erst wenn das Ergebnis positiv ausfällt, kann es mit einem PCR-Test überprüft werden.
  • Für das Freitesten, also das vorzeitige Beenden einer Isolierung beziehungsweise Quarantäne, reicht der Antigen-Schnelltest.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Bundesministerium für Gesundheit.

Worin unterscheiden sich PCR-Tests, Antigen-Schnelltests und Selbsttests?

Bei PCR-Tests wird das Erbmaterial der Viren im Labor so stark vervielfältigt, dass SarSCoV-2 auch schon bei nur geringen Mengen nachgewiesen werden kann. Die Auswertung im Labor dauert einige Stunden, hinzu kommen Transportzeit ins Labor und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen eines hohen Probeaufkommens. 

Bei Antigen-Schnelltests werden Eiweißstrukturen von SARS-CoV-2 nachgewiesen. Sie funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Schwangerschaftstests. Wenn Viren in der Probe enthalten sind, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen. Damit ein Antigen-Test ein positives Ergebnis anzeigt, ist im Vergleich zur PCR-Testung eine größere Virusmenge notwendig. Für die Auswertung braucht es kein Labor. Ein Ergebnis liegt – je nach Hersteller – in 15 bis 30 Minuten vor. 

Selbsttests sind von der Wirkweise her ebenfalls Antigen-Schnelltests. Sie sind freiverkäuflich und können auch von ungeschulten Personen nach Gebrauchsanleitung sicher angewendet werden. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich oder mit Speichel erfolgen.

Wie aussagekräftig sind die Corona-Tests?

PCR-Tests bieten die zuverlässigsten Ergebnisse – sie sind der „Goldstandard“ unter den Corona-Tests. Die Probenentnahme erfolgt durch medizinisches Personal, die Auswertung durch Labore. Im Vergleich erkennen Schnelltests infizierte Menschen und auch nicht infizierte Menschen schlechter. Jedoch erhöhen sie die Sicherheit in der Corona-Pandemie und bieten eine zusätzliche Sicherheit bei Kontakten: Denn bei einem negativen Ergebnis kann man mit großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten Stunden niemanden anstecken.

Nach einem Schnelltest – beispielsweise beim Besuch in einer Klinik – sollten auch weiterhin die AHA-Regeln eingehalten werden. Nach einem positiven zertifizierten Antigen-Schnelltest besteht Anspruch auf einen PCR-Test. 

Kostenloser Antigen-Schnelltest

Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich wieder kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Es gibt einen Anspruch auf mindestens einen kostenlosen Antigen-Schnelltest (PoC-Test) pro Woche – dies gilt unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Corona-Testzentren in den Bundesländern.

So teste ich mich selbst – mehr zu Corona-Selbsttests

Wie zuverlässig sind Corona-Selbsttests?

Der Vorteil von Antigen-Schnelltests zur Selbstanwendung, kurz Selbsttests, ist ein schnelles Ergebnis nach 15 bis 30 Minuten. Allerdings können bei der Selbstanwendung fehlerhafte Ergebnisse schon durch eine schlechte Handhabung des Tests entstehen. Und sie sind weniger zuverlässig. 

Es ist ratsam, einen Selbsttest zu machen, der die Mindestkriterien erfüllt, die das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut festgelegt hat. Seriöse Tests sind grundsätzlich am Aufdruck zur Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und/oder einer CE-Kennzeichnung mit vierstelliger Kennnummer der benannten Stelle sowie einer deutschsprachigen Gebrauchsinformation zu erkennen. Eine Liste der Tests finden Sie auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Was passiert nach einem positiven Selbsttest?

Wer einen Selbsttest macht, der positiv ausfällt, sollte diesen durch einen zertifizierten Antigen-Schnelltest (z.B. Bürgertest) bestätigen lassen. Sollte dieser auch positiv ausfallen, besteht Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test. Machen Sie einen Termin beim Hausarzt oder melden Sie sich unter der Telefonnummer 116 117, um sich dann mit einem PCR-Test testen zu lassen. Vorsichtshalber sollten Sie sich zu Hause in Isolierung begeben, bis das Ergebnis vorliegt.

Wie zuverlässig ein Selbsttest ist, erfahren Sie auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Was sollte ich bei der Anwendung von Selbsttests beachten?

Selbsttests bieten die Möglichkeit, sich schnell und unkompliziert selber zu testen. Die bisher zugelassenen Selbsttests nutzen Nasenabstriche. Denkbar ist jedoch auch, dass in Zukunft weitere Testverfahren, zum Beispiel zur Untersuchung von Gurgellösungen, zugelassen werden. Vor Gebrauch sollten Sie immer die Gebrauchsanweisung beachten, um zu erfahren, wie der Abstrich vorgenommen werden muss, damit der Test funktioniert.

Mehr zu Corona-Tests lesen Sie auf  www.zusammengegencorona.de. Hier finden Sie mehr zur  nationalen Teststrategie.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit/Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

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