Verordnung tritt in Kraft
Gute Nachrichten für Rentnerinnen und Rentner: Zum 1. Juli 2026 steigen die Altersbezüge in Deutschland um 4,24 Prozent. Das stärkt erneut die Kaufkraft der Rentnerinnen und Rentner. Grund ist die positive Lohnentwicklung in Deutschland.
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Von der Rentenanpassung profitieren rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in ganz Deutschland.
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21,5 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland erhalten zum 1. Juli mehr Geld: Ihre Renten steigen um 4,24 Prozent. Die Höhe der Rentenanpassung hat die Bundesregierung in der Rentenwertbestimmungsverordnung 2026 festgelegt.
Erfreulich: Die Rentenanpassung beträgt zum vierten Mal seit fünf Jahren über vier Prozent. Sie stärkt erneut die Kaufkraft der Rentnerinnen und Rentner. Der Grund für die Erhöhung ist die gute Lohnentwicklung.
Der Weg der Gesetzgebung: Das Bundeskabinett hatte die Verordnung Ende April 2026 beschlossen. Anschließend hatte der Bundesrat am 12. Juni 2026 grünes Licht gegeben.
Rentenwert wird angepasst
Der aktuelle Rentenwert wird jeweils zum 1. Juli eines Jahres neu bestimmt. Seit dem 1. Juli 2023 gibt es einen bundeseinheitlichen aktuellen Rentenwert. Dieser Wert soll jetzt um 4,24 Prozent steigen – von gegenwärtig 40,79 Euro auf 42,52 Euro. Für eine Standardrente bei durchschnittlichem Verdienst und 45 Beitragsjahren bedeutet das einen Anstieg um 77,85 Euro im Monat.
Der Rentenwert gibt an, wie viel ein sogenannter Entgeltpunkt wert ist. Entgeltpunkte sammeln Versicherte über die Jahre entsprechend ihres Verdienstes: Wer in einem Jahr so viel verdient wie der Durchschnitt, bekommt dafür einen Punkt. Die Zahl der gesammelten Punkte multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert plus weitere Faktoren ergeben dann die Rente.
Rentenniveau von 48 Prozent
In Deutschland folgt die Rentenanpassung der Entwicklung der Bruttolöhne. Zusätzlich gilt die sogenannte Haltelinie für das Rentenniveau von 48 Prozent. Das heißt, der Rentenwert wird zum 1. Juli 2026 so hoch festgesetzt, dass das Rentenniveau von 48 Prozent erreicht wird. Mit dem Rentenpaket 2025 hatte die Bundesregierung die Haltelinie von 48 Prozent bis 2031 verlängert.
Das Rentenniveau gibt an, wie hoch die Altersbezüge einer Rentnerin oder eines Rentners, die bzw. der 45 Jahre lang immer zum Durchschnittslohn gearbeitet hat, im Verhältnis zum aktuellen Durchschnittslohn ausfallen. Vereinfacht ausgedrückt: Mit dem Rentenniveau wird gezeigt, wie sich die Renten im Verhältnis zu den Löhnen entwickeln. Sinkt es, werden die Rentnerinnen und Rentner im Verhältnis zur arbeitenden Bevölkerung ärmer.
Große Rentenreform kommt
Die Bundesregierung plant, unser Alterssicherungssystem grundlegend zu reformieren. Das ist mit Blick auf den demografischen Wandel dringend notwendig. Dafür will sie die Vorschläge der Alterssicherungskommission umsetzen. Diese hatte ihren Bericht am 23. Juni 2026 an die Bundesregierung übergeben. Ziel ist, das Alterseinkommen dauerhaft zu stabilisieren. Im Zuge der Reform soll nach 2031 auch die jährliche Rentenanpassung geändert werden.
Weitere Informationen zur Rentenanpassung finden Sie im FAQ auf der Webseite der Deutschen Rentenversicherung.