Stärkere und effektive Bekämpfung von Geldwäsche

Die Fotomontage zeigt eine Überblendung von Geldscheinen und dem Bild eines Geschäftsmannes mit Geldkoffer.

Für Staatsanwaltschaften und Gerichte soll es leichter werden, Geldwäsche nachzuweisen. 

Foto: imago/STPP

Durch Geldwäsche wollen Straftäter ihre kriminellen Profite verschleiern und "schmutziges" Geld in den legalen Wirtschaftskreislauf einschleusen. Die Bundesregierung will mit der Neuregelung die Strafverfolgung deutlich effektiver gestalten: Der komplexe bisherige Tatbestand der Geldwäsche wird durch eine klare neue Strafvorschrift ersetzt und deutlich erweitert.

Dies führt dazu, dass es für Staatsanwaltschaften und Gerichte künftig erheblich leichter wird, Geldwäsche nachzuweisen und Täter konsequent zur Verantwortung zu ziehen.

Die Neuregelungen im Detail

Es soll nach dem neuen Gesetzentwurf nicht mehr darauf ankommen, dass Vermögenswerte aus ganz bestimmten Straftaten stammen. Entscheidend soll nur noch sein, dass ein Vermögenswert durch irgendeine Straftat erlangt wurde, ganz gleich ob durch Drogenhandel, Schutzgelderpressung, Menschenhandel, Betrug oder Untreue.

Wenn der Täter die kriminelle Herkunft des Vermögenswertes leichtfertig nicht erkennt oder sogar in Kauf nimmt und ihn verbirgt oder verschleiert, soll dann bereits der neue Tatbestand der Geldwäsche greifen.