Einsatz in Afghanistan

Ausbildungsmission wird fortgesetzt

Die Bundeswehr-Beteiligung an der Mission Resolute Support in Afghanistan wird bis zum 31. März 2020 verlängert. Der Bundestag hat einem entsprechenden Kabinettsbeschluss zugestimmt. Trotz wichtiger und greifbarer Ergebnisse des internationalen Engagements, bleiben auf dem Weg zur Stabilität des Landes weitere Anstrengungen auf allen Feldern nötig.

Drei bewaffnete Bundeswehrsoldaten stehen auf einer Straße. Im Hintergrund ist ein Millitärfahrzeug zu sehen.

Soldaten der Bundeswehr bewachen einen Konvoi im Feldlager Camp Marmal.

Foto: picture alliance / Michael Kappeler

Deutschland beteiligt sich seit dem 1. Januar 2015 an der Ausbildungsmission Resolute Support. Der Auftrag der Bundeswehr wird es weiterhin sein, die afghanischen nationalen Verteidigungs- und Sicherheitskräfte (ANDSF) dazu zu befähigen, ihrer Sicherheitsverantwortung mehr und mehr selbst nachzukommen. Sie haben inzwischen eine Stärke von rund 350.000 Mann.

Deutschland steht zu seiner Verantwortung

Deutschland übernimmt als Rahmennation in Masar-i Scharif eine besondere Verantwortung. Neben Masar-e Scharif werden deutsche Kräfte, ausgenommen zeitlich begrenzte Einzelfälle, in Kabul, Bagram und Kundus eingesetzt.

Eng verbunden mit der afghanischen Bevölkerung hat die Bundeswehr das Ziel, das seit 2002 Erreichte in Afghanistan zu bewahren. Eingebunden in den vernetzten Gesamtansatz dient der militärische Beitrag auch dazu, den innerafghanischen Friedensprozess, den zivilen Aufbau und der Entwicklungszusammenarbeit die nötige Zeit und den nötigen Raum, zu geben.

Bundeswehr als zweitgrößter Truppensteller

Deutschland steht als zweitgrößter bilateraler Geber und derzeit auch zweitgrößter Truppensteller der Mission damit sichtbar zu seinen Zusagen und zur Solidarität unter Nato-Verbündeten.

Die personelle Obergrenze der Bundeswehrkräfte soll unverändert bei einer Obergrenze von 1.300 Soldatinnen und Soldaten bleiben.

Bundeswehr seit 2002 in Afghanistan

Von 2001 bis 2014 hat die International Security Assistance Force (ISAF) ihren Beitrag zur Stabilität in Afghanistan geleistet. Ziel der Mission war es, das Land und die afgahnische Bevölkerung bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit zu unterstützen.

Im Jahr 2003 ging die Führung der ISAF-Mission an die Nato über. Zum 31. Dezember 2014 wurde die Nato-Mission schließlich beendet und in die Ausbildungsmission Resolute Support überführt.

Am 22. Dezember 2001 verabschiedete der Deutsche Bundestag das erste Mandat für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Im Januar 2002 trafen die ersten deutschen Soldatinnen und Soldaten in Kabul ein.


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