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Sommer-Paralympics beendet Deutsche Sportler erfolgreich in Rio

Die Paralympics 2016 in Rio de Janeiro sind beendet. 155 Deutsche nahmen daran teil und gewannen 57 Medaillen. Kanzlerin Merkel gratulierte allen deutschen Sportlerinnen und Sportlern zu ihren großartigen Leistungen. Jeder Medaillengewinner wird ein persönliches Glückwunschschreiben von ihr erhalten.

Die Sommer-Paralympics in Rio mit Entscheidungen in 528 Wettkämpfen sind zu Ende. Das deutsche Team errang 57 Medaillen, darunter 18 Mal Gold. Jede Medaillengewinnerin und jeder Medaillengewinner erhalte von der Bundeskanzlerin wie üblich ein persönliches Glückwunschschreiben, erklärte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin.

"Die Bundeskanzlerin hat die Paralympischen Spiele mit großem Interesse verfolgt und allen deutschen Sportlerinnen und Sportlern die Daumen gedrückt", sagte Demmer. Die Kanzlerin hatte zu Beginn der Spiele allen Athletinnen und Athleten erfolgreiche Wettkämpfe und interessante Begegnungen mit Sportlerinnen und Sportlern aus aller Welt gewünscht. Merkel äußerte dabei auch ihre Vorfreude auf friedliche und faire Paralympische Spiele.

Vom 7. bis zum 18. September 2016 fanden in Rio de Janeiro nach den Olympischen Spielen auch die Paralympischen Spiele statt. Rio ist die erste Stadt in Südamerika und die zweite in Lateinamerika, die Gastgeber der Spiele ist. Insgesamt nahmen rund 4.350 Sportler aus etwa 180 Nationen teil - darunter 155 Deutsche. Sie traten in 23 Disziplinen an. Die nächsten Paralympics sind im Jahr 2020 in Tokio.

Goldregen für Radsportler

Das deutsche Paralympics-Team konnte in Rio 18 Olympiasiege feiern und belegte damit im Medaillenspiegel den sechsten Rang. 25 Silber- und 14 Bronzemedaillen komplettieren die Gesamtbilanz von 57 Mal Edelmetall.

Am erfolgreichsten waren die Radsportler mit nicht weniger als acht Olympiasiegen. Auch im Kugelstoßen mit insgesamt fünf Triumphen sowie beim Weitsprung mit drei Goldmedaillen standen deutsche Athletinnen und Athleten mehrfach ganz oben auf dem Siegerpodest. Gold gab es außerdem noch im Triathlon und für die 4x 100 Meter-Sprintstaffel der Herren.

Selbstverständliches Miteinander

"Der Sport kann ein hervorragender Wegbereiter dafür sein, dass Menschen mit und ohne Behinderung zu einem selbstverständlichen Miteinander im Alltag finden", hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Auftakt der Spiele in einem Zeitungsinterview betont.

Erfreulicherweise sei die Aufmerksamkeit für die Paralympics im Laufe der Jahre gestiegen, sagte Merkel. "Ich denke, dass auch die Paralympics in Rio auf große Resonanz stoßen und eine gute Signalwirkung haben."

Herausragendes Sportereignis

Auch Bundessportminister Thomas de Maizière äußerte sich zum Beginn der sportlichen Großveranstaltung. "Ich wünsche unseren 155 deutschen Sportlerinnen und Sportlern für die Paralympischen Spiele 2016 viel Erfolg und das notwendige Quäntchen Glück", sagte der Minister.

"Jeder von ihnen hat sich intensiv auf dieses herausragende internationale Sportereignis vorbereitet. Sie sind Top-Athleten und besondere Vorbilder", so de Maizière.

Das Bundesinnenministerium begleitete die Spiele in Rio mit einem Paralympics-Tagebuch.

Sportler als Vorbilder

Bundespräsident Joachim Gauck hatte die deutschen Behindertensportler am 31. August vor ihrem Abflug nach Rio verabschiedet. "Sportler sind für viele Menschen in Deutschland immer Vorbilder. Das gilt für diese Sportler ganz besonders", sagte Gauck in einer Rede auf dem Frankfurter Flughafen.

Er selbst sei bei den Paralympics 2012 in London auf der Tribüne gesessen und sei dabei noch bewegter gewesen als bei den Leistungen der Olympia-Sportler, sagte der Bundespräsident.

Ein Drittel der deutschen Mannschaft war zum ersten Mal bei den Paralympics am Start. Triathlon und Kanu waren in Rio erstmals im Programm. Jüngste Teilnehmerin der deutschen Mannschaft war die 17-jährige Schwimmerin Janina Breuer, die älteste Marianne Buggenhagen - für die 63-jährige Leichtathletin waren es bereits die siebten Paralympics.