Deutsche Unternehmen sind derzeit so wettbewerbsfähig wie noch nie in den vergangenen drei Jahrzehnten. Die akuten Risiken für die Weltkonjunktur sanken im Frühjahr 2012 gegenüber dem vergangenen Herbst deutlich.
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Experten erwarten höheres Wirtschaftswachstum
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Zu diesem Ergebnis kommen die acht Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem neuen Frühjahrsgutachten, das sie am Donnerstag der Bundesregierung übergaben.
Die Ökonomen hoben die Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 0,9 Prozent und für 2013 auf 2,0 Prozent an.
"Deutschland geht es gut. Die deutsche Wirtschaft kommt wieder in Schwung", sagte Bundeswirtschaftsminister Phillip Rösler. "Die Chancen stehen gut, dass die Konjunktur das schwierige Winterhalbjahr hinter sich lassen kann."
Im Frühjahr werde die Konjunktur wieder Fahrt aufnehmen und im Jahresverlauf zu höherem Wachstum zurückfinden, so der Wirtschaftsminister. Steigende Beschäftigung und die positive Entwicklung bei den Einkommen würden weiterhin einen wichtigen Beitrag dazu leisten.
Die Geschäftserwartungen der deutschen Unternehmen steigen seit Dezember vergangenen Jahres an. Das Konsumklima hat sich ebenfalls wieder verbessert. Zwar bleibt die Konjunktur im übrigen Euroraum sehr schwach. Doch wird das Zinsniveau durch die am gesamten Euroraum ausgerichtete Zinspolitik der Europäischen Zentralbank gedrückt. Das beflügelt die Investitionen.
Schließlich ist der Arbeitsmarkt auch wegen der zurückliegenden Arbeitsmarktreformen in sehr guter Verfassung. Der weitere Rückgang der Arbeitslosenquote stimuliert Einkommen, Einkommenserwartungen und privaten Konsum. Vor diesem Hintergrund wird der Produktionsanstieg ab dem Frühjahr deutlich an Schwung gewinnen.
Die maßgeblichen Impulse werden wie in den vergangenen Jahren von der Binnennachfrage kommen, vor allem von den Investitionen und den privaten Konsumausgaben.
Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen ist derzeit höher als zu irgendeinem Zeitpunkt der vergangenen 30 Jahre. Das liegt vor allem an der niedrigen Bewertung des Euro an den Devisenmärkten. Die Aussichten für den Export sind trotz der Rezession im Euroraum positiv.
Das Budgetdefizit des Staates dürfte in diesem Jahr wegen der Konsolidierungspolitik auf 0,6 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt sinken. Für 2013 rechnen die Institute aufgrund der günstigen Konjunktur mit einem weiteren Rückgang auf 0,2 Prozent.
Die Gemeinschaftsdiagnose der acht Wirtschaftsforschungsinstitute liefert jeweils im Frühjahr und Herbst eine Referenz für die Projektionen der Bundesregierung zur wirtschaftlichen Entwicklung. Sie analysiert und prognostiziert die wirtschaftliche Lage in Deutschland, im Eurogebiet und in der Welt in der kurzen Frist. Zudem liefert sie Empfehlungen für die Wirtschaftspolitik.