Konjunkturerwartung weiter im Aufwärtstrend

Mit Hilfe eines Krans wird ein Schaltschrank einer CNC-Universal-Fräsmaschine in einer Montagehalle angeliefert

Wirtschaft entwickelt sich weiter positiv

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Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben im April 2012 um 1,1 Punkte zugelegt und stehen nun bei 23,4 Punkten. Das teilte das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mit. "Die Finanzmarktexperten halten den positiven Ausblick für das nächste halbe Jahr aufrecht", kommentiert ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland schließt sich den Konjunkturerwartungen an: Der entsprechende Indikator steigt im April um 3,1 Punkte und notiert nun bei 40,7 Punkten. Selbst die hohen Rohstoffpreise und die Staatsschuldenkrise in der Eurozone stoppen den Aufwärtstrend nicht.

Perspektive für den Euroraum

Im Euroraum ist der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage zwar um 0,6 Punkte gefallen und liegt nun bei minus 49,0 Punkten. Bei den Konjunkturerwartungen für die Eurozone sieht man aber Licht am Ende des Tunnels: Sie sind im April um 2,1 Punkte gegenüber dem Vormonat wiederum gestiegen und liegen nun bei 13,1 Punkten.

Für den ZEW-Index werden jeden Monat knapp 300 Börsenexperten nach ihren mittelfristigen Erwartungen zur Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt. Die Berechnung der angegebenen Punkte ergibt sich aus der Differenz der prozentualen positiven und negativen Antworten der Umfrageteilnehmer.

Beispiel: 30 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, die wirtschaftliche Lage wird sich verbessern. 40 Prozent sind der Ansicht, sie wird sich verschlechtern. Für den Index der Konjunkturerwartungen folgt eine Differenz von minus zehn Punkten. Der Anteil derjenigen, die mit keiner Veränderung der Konjunktur rechnen, spielt dabei keine Rolle.

Börsenexperten bewerten die Aussichten für die deutsche Wirtschaft so gut wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr. Wegen der weltweit veränderten Konjunkturlage rechnet die Bundesregierung für 2012 mit einem Wachstum von 0,7 Prozent. 2011 waren es noch drei Prozent.