Wer ringt um den Goldenen Bären?

71. Internationale Filmfestspiele Berlin Wer ringt um den Goldenen Bären?

Die Berlinale findet in diesem Jahr pandemiebedingt in einem zweigeteilten Sonderformat statt. Den Wettbewerb wird es trotzdem geben. Welche Filme miteinander um den Goldenen Bären konkurrieren, hat das Leitungsteam Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian am 11. Februar in einer Videopräsentation vorgestellt.
 

Logo der Berlinale 2021

Auch bei der diesjährigen Sonderausgabe der Berlinale findet der Wettbewerb um den Goldenen Bären statt.

Foto: Internationale Filmfestspiele Berlin / Claudia Schramke, Berlin

15 Filme aus 16 Ländern nehmen am diesjährigen Berlinale-Wettbewerb teil, vier Produktionen davon stammen aus Deutschland. Das hat die Festivalleitung am 11. Februar in Berlin bekanntgegeben.

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin werden 2021 in einer zweigeteilten Sonderedition stattfinden. Parallel zur digitalen Fachmesse vom 1. bis zum 5. März wird eine internationale Jury die Wettbewerbsfilme sichten und über die Gewinner des Goldenen Bären entscheiden. Das Publikum kann die Filme zwischen dem 9. und 20. Juni im Rahmen eines Publikumsfestivals in Berliner Kinos und Freiluftkinos sehen. Dann wird auch die Preisverleihung stattfinden.

Die Berlinale ist eines der bedeutendsten Filmfestivals der Welt und das größte Publikumsfestival im Filmbereich. Der Bund übernimmt mit 10,3 Millionen Euro rund ein Drittel der Festivalkosten. 2021 fängt er zudem die erheblichen Mehrkosten, die durch die Sonderausgabe entstehen, mit einem zweistelligen Millionenbetrag aus dem NEUSTART KULTUR-Programm auf. 

Rennen um den Goldenen Bären

Neben den Wettbewerbsfilmen präsentiert die Berlinale im Sommer mehr als 150 weitere Produktionen auf der großen Kinoleinwand. Auch wenn die Anzahl der Filme 2021 gegenüber den Vorjahren reduziert wurde, sind fast alle Sektionen – von Generation bis zum Panorama – beim Festival vertreten.

Aus Deutschland wurden Maria Schrader, Maria Speth, Dominik Graf sowie Daniel Brühl mit seinem Regiedebüt in den Wettbewerb eingeladen. Sie gehen unter anderem mit dem Südkoreaner Hong Sangsoo, der französischen Regisseurin Céline Sciamma sowie dem Mexikaner Alonso Ruizpalacios ins Rennen um den Goldenen Bären.

Fast alle Filme sind während der Pandemie entstanden. Auch wenn diese in den Festivalbeiträgen nur selten direkt thematisiert wird, spiegeln die Filme die gegenwärtige Situation doch wider: Ungewissheit ist ein immer wiederkehrendes Motiv genauso wie die Kraft menschlicher Begegnung.

Vielfalt des internationalen Filmschaffens

Neben 24 eigenen Beiträgen ist Deutschland in diesem Jahr mit 18 internationalen Koproduktionen in den einzelnen Sektionen vertreten. Auch die diesjährigen Beiträge der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“ überschreiten nationale Grenzen. Zwar sind die Filme größtenteils in Deutschland entstanden, doch ihre Geschichten nehmen die Zuschauer unter anderem mit nach Nigeria, Kanada und Hongkong. 

In Zeiten, in denen pandemiebedingte Beschränkungen den individuellen Bewegungsradius begrenzen, zeigen die Filme die Vielfalt des internationalen Filmschaffens – und laden in unbekannte, fremde Welten ein.