Schnelle Hilfen für die Film- und Medienbranche

Corona-Krise Schnelle Hilfen für die Film- und Medienbranche

Bund, Länder und FFA haben umfangreiche Maßnahmen entwickelt, um den existenzbedrohten Film in all seinen Facetten zu erhalten. Im Mittelpunkt stehen dabei Produktion und Verleih sowie das Kino.

Blick auf die Front des Cinema Paris in Berlin.

Seit Mitte März sind alle Kinos in Deutschland geschlossen.

Foto: Sebastian Bolesch

Im Zuge der Corona-Pandemie können vielerorts Dreharbeiten nicht fortgesetzt werden, seit Mitte März sind alle Kinos in Deutschland geschlossen. Damit geht nicht nur der Verzicht auf das Gemeinschaftserlebnis Kino einher. Die gegenwärtige Situation stellt die gesamte Film- und Medienbranche vor existenzielle Herausforderungen.

Im Focus: Produktion, Verleih und Kino

Um der Branche schnell zu helfen, hat die Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) gemeinsam mit der Filmförderungsanstalt (FFA) und den Länderförderern gezielte Maßnahmen für die Bereiche Produktion, Verleih und Kino entwickelt. Sie ergänzen das Hilfsprogramm der Bundesregierung und greifen dort, wo andere Hilfsmaßnahmen und Förderprogramme des Bundes und der Länder zur Bewältigung der Corona-Krise nicht in Anspruch genommen werden können.

„Uns allen ist die existenzielle Bedrohung bewusst, die sich aus der Corona-Pandemie für den Film- und Mediensektor ergibt“, so Kulturstaatministerin Monika Grütters. Ziel sei es, den deutschen Film in all seinen Facetten zu erhalten. Deshalb soll das Hilfsprogramm nun schnell und unbürokratisch umgesetzt werden.

Weitere Informationen zum Hilfsprogramm PDF, 87 KB, nicht barrierefrei

Maßnahmen unbürokratisch umsetzen

Das Programm bezieht sich auf Projekte, die von verschiedenen Fördereinrichtungen gemeinsam getragen werden. Unter anderem sind folgende Maßnahmen vorgesehen: Verzicht auf Rückforderungen, wenn Dreharbeiten pandemiebedingt abgebrochen oder Filme nicht herausgebracht werden, die Übernahme von Mehrkosten bei Verschiebungen und Unterbrechungen geförderter Projekte sowie eine vorrübergehend flexiblere Handhabung der Sperrfristen.

Das Hilfsprogramm wird gemeinsam getragen von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der FFA und folgenden Länderförderern:

  • FilmFernsehFond Bayern (FFF),
  • Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH),
  • Film- und Medienstiftung NRW (FMS),
  • HessenFilm,
  • Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB),
  • Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG),
  • Mitteldeutsche Medienförderung (MDM),
  • nordmedia.