Fürst-Pückler-Park weiter vom Bund gefördert

Gemeinsame Absichtserklärung Fürst-Pückler-Park weiter vom Bund gefördert

Als einer der bedeutendsten Landschaftsgärten Europas gehört der Fürst-Pückler-Park in Bad-Muskau zum Unesco-Welterbe. Mitten durch die Anlage verläuft die deutsch-polnische Grenze. Kulturstaatsministerin Grütters hat den Park besucht und der Stiftung die weitere institutionelle Förderung des Bundes zugesichert.

Kulturstaatsministerin Grütters und Sachsens Ministerpräsident Kretschmer unterzeichnen eine Absichtserklärung zur institutionellen Förderung des Pückler-Parks in Bad Muskau

Vom Bund gefördert: Fürst-Pückler-Park Bad Muskau

Foto: Sächsische Staatskanzlei

Der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau ist nicht umsonst ein Besuchermagnet: Auf über 830 Hektar Fläche eröffnen sich immer wieder wechselnde Landschaftseindrücke. Großzügige Wiesen- und Gartenflächen wechseln mit Baumgruppen und Wasseranlagen ab, darin eingebettet das Schloss und andere Bauten. Erdacht hat das alles Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Er ließ den Park vor rund 200 Jahren im Stil eines englischen Landschaftsgartens anlegen.

Vorbild für europäische Zusammenarbeit

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat den Park heute besucht. Gemeinsam mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer unterzeichnete sie eine Absichtserklärung über die weitere institutionelle Förderung der Stiftung. In Bad Muskau werde damit auch in Zukunft die deutsch-polnische Zusammenarbeit mit Leben erfüllt, sagte Grütters. "Die Stiftung Fürst-Pückler-Park entwickelt Strahlkraft in einer Region im Strukturwandel – zugleich ist sie Vorbild für europäische Zusammenarbeit."

Die Kulturstaatsministerin und Ministerpräsident Kretschmer vereinbarten außerdem den Aufbau eines modernen Informations- und Bildungszentrums für den deutsch-polnischen Unesco-Geopark "Muskauer Faltenbogen". Er wird vom Bund mit 14 Millionen Euro gefördert.

Ein grenzüberschreitendes Projekt

Im Zweiten Weltkrieg wurden Park und Schloss fast vollständig verwüstet. Deutsche Truppen zerstörten bei ihrem Rückzug 1945 alle Brücken, die über die Neiße führten. Heute verläuft die deutsch-polnische Grenze mitten durch den Park. Der deutsche und der polnische Teil des Parks sind inzwischen nicht nur durch die Doppelbrücke an der Jeanetteninsel miteinander verbunden, sondern seit 2011 auch durch die Englische Brücke.

Das Schloss blieb sechs Jahrzehnte lang eine Ruine und war nicht mehr öffentlich zugänglich. 2013 konnte der auch mit Bundesgeldern sanierte Bau wieder eröffnet werden, so dass Park und Schloss heute als künstlerische Gesamtkomposition zu erleben sind.

Der Muskauer Park ist ganzjährig kostenlos zugänglich. Mehr als 300.000 Gäste besuchen ihn jährlich. Der Bund fördert die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau aus dem Haushalt der Kulturstaatsministerin. Seit 2004 ist der Muskauer Park Teil der Unesco-Welterbestätten.