Erinnerung an die Opfer wachhalten

59. Jahrestag des Mauerbaus Erinnerung an die Opfer wachhalten

Am 13. August 1961 begannen Angehörige der DDR-Grenzpolizei, der Volkspolizei und der Nationalen Volksarmee mit dem Bau der Berliner Mauer. Sie wurde zum Symbol der Teilung Deutschlands. Am Jahrestag gedachten unter anderen Vertreter des Bundes und des Landes Berlin sowie Zeitzeugen in einer zentralen Gedenkveranstaltung der Opfer.

Gedenken in der heutigen Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße

59. Jahrestag des Mauerbaus: Gedenken an die Opfer der Teilung

Foto: Stiftung Berliner Mauer/Gesa Simons

Mehr als 28 Jahre lang teilte die Mauer Berlin. Sie trennte Familien, Freunde und Nachbarn, zerstörte Lebensentwürfe – und forderte zahlreiche Opfer. Versuche, die schwer bewachte Grenze zu überwinden, bezahlten viele Menschen mit dem Leben.

Grütters: "Wir werden die Opfer niemals vergessen!“

In einer zentralen Gedenkveranstaltung erinnerten Zeitzeugen und Politiker am heutigen Jahrestag an den Mauerbau und gedachten der Opfer der deutschen Teilung. Als Vertreterin der Bundesregierung nahm Kulturstaatsministerin Monika Grütters an der Zeremonie in der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße teil.

Die Berliner Mauer sei zum Symbol für ein tödliches Grenzregime geworden, dem eine Vielzahl von Menschen zum Opfer fiel, erklärte die Kulturstaatsministerin vorab. "Wir werden die Opfer der Teilung niemals vergessen", versicherte Grütters. Das SED-Regime habe systematisch grundlegende Menschenrechte verletzt und keinen Raum für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gelassen, so Grütters weiter.

Zeitzeugen erinnern sich

Bei der Andacht in der Kapelle der Versöhnung auf dem ehemaligen Grenzstreifen, kamen auch Zeitzeugen zu Wort. Anschließend legte die Kulturstaatsministerin sowie weitere Teilnehmer der Veranstaltung am Denkmal der Gedenkstätte Kränze nieder.

Der Bund engagiert sich zusammen mit Kommunen, Ländern und Opferverbänden nachdrücklich bei der Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Kulturstaatsministerin fördert national bedeutsame Gedenkstätten wie die  Stiftung Berliner Mauer. Sie ist die zentrale Einrichtung für die Dokumentation und Vermittlung der Geschichte der Berliner Mauer und der deutsch-deutschen Fluchtbewegungen. Errichtet wurde sie 1998 auf dem früheren Grenzstreifen an der Bernauer Straße. In diesem Jahr wird die Stiftung aus dem Haushalt der Kulturstaatsministerin mit 1,78 Millionen Euro gefördert.

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