Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, und der italienische Minister für Kulturgüter, kulturelle Aktivitäten und Tourismus, Dario Franceschini, haben heute in Rom feierlich die neue Übereinkunft zur Verleihung des Deutsch-Italienischen Preises für literarische Übersetzung unterzeichnet.

Monika Grütters: „Dieser Preis für die Kunst des literarischen Übersetzens ist nicht nur eine Würdigung herausragender künstlerischer Leistungen der Übersetzerinnen und Übersetzer, er ist zugleich Ausdruck unseres Selbstverständnisses als europäische Kulturnationen. Es war meinem italienischen Amtskollegen Dario Franceschini und mir ein Anliegen, den seit elf Jahren bestehenden Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis zeitgemäß neu zu gestalten und gerade auch jungen Übersetzerinnen und Übersetzern durch regelmäßig stattfindende Workshops die Möglichkeit zum Austausch zu geben.“

Künftig sollen alle zwei Jahre der Preis für eine herausragende Übersetzung, ein Lebenswerkpreis sowie ein Nachwuchsförderpreis alternierend in Berlin und Rom vergeben werden. Neu ist auch, dass sich die Übersetzerinnen und Übersetzer in den Jahren zwischen den Preisverleihungen zu Werkstattgesprächen treffen werden. Die nächste Preisverleihung für die Übertragung eines italienischen Werkes ins Deutsche findet 2020 in Berlin statt.

Bei der Verleihung des Großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband an Kardinal Gianfranco Ravasi würdigte Kulturstaatsministerin Grütters den Kardinal bei einem Festakt als modernen Botschafter des Glaubens: Mit Neugierde und Offenheit habe er dazu beigetragen, „Kultur und Kirche, Kunst und Glauben füreinander zu öffnen und fruchtbar zu machen“. Dazu habe er Kontakt mit zeitgenössischer Kunst und Musik gesucht und „die klassische und moderne Kunst in die Priesterseminare integriert“, so Grütters.
Die Staatsministerin sprach Kardinal Ravasi zudem großen Dank für seine Vermittlungsarbeit im Bereich der deutschen Kultur und insbesondere der deutschen Literatur aus. Als „Kenner und Liebhaber der deutschen Literatur“ habe er bei den an päpstlichen Universitäten ausgebildeten Studierenden aus aller Welt Interesse an der Kulturnation Deutschland geweckt. „Sie haben den Dialog über Kultur zwischen dem Vatikan und Deutschland belebt, als Sie beispielsweise eine Begegnung mit in Rom und Italien tätigen deutschen Kulturmittlern initiierten“, betonte Grütters.

Im Rahmen ihres Rom-Besuches traf sich Kulturstaatsministerin Monika Grütters auch mit der neuen Direktorin der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo Dr. Julia Draganovic sowie mit Stipendiatinnen und Stipendiaten zu einem Meinungsaustausch. Die Deutsche Akademie Rom ist die größte und bedeutendste Einrichtung zur Förderung deutscher Künstlerinnen und Künstler durch Studienaufenthalte im Ausland. Sie gehört zum Geschäftsbereich der Kulturstaatsministerin und erhält von ihr eine jährliche Förderung.

Außerdem besuchte Grütters die Casa di Goethe mit einer Führung durch die aktuelle Ausstellung „Italien, Blicke – 1780-1850“. Die Casa di Goethe ist eine Einrichtung des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute (AsKI), die von der BKM institutionell gefördert wird. Im Mittelpunkt des Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramms stehen neben Goethe und seiner epochemachenden Italienreise auch Fragen um den deutsch-italienischen Kulturaustausch gestern und heute.

Weitere Informationen unter:
www.deutsch-italienischer-uebersetzerpreis.de

www.villa-massimo.de

www.casadigoethe.it