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Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, stellt auch in diesem Jahr im Rahmen des Sonderprogramms zum Erhalt des schriftlichen Kulturguts zusätzliche Mittel bereit. Die Gelder für das diesjährige Sonderprogramm sind  - von 1 Million Euro im
Jahr 2017 - auf 4,5 Millionen Euro deutlich aufgestockt worden. Neu ist, dass nun auch mehrjährige Projekte realisiert werden können.

Kulturstaatsministerin Grütters erklärt: „Viele historische Handschriften, Bücher und Urkunden in unseren Archiven und Bibliotheken sind durch Säurefraß, Feuchtigkeit und Schimmel in ihrer Substanz akut gefährdet. Es liegt in unserer Verantwortung, dieses Erbe vor dem schleichenden Verfall zu bewahren und für künftige Generationen zu erhalten. Im Bundeshaushalt 2019 ist es gelungen, die Mittel für das Sonderprogramm erneut deutlich zu erhöhen. Dies macht deutlich, dass der Bund der Rettung unseres schriftlichen Kulturerbes weiterhin einen hohen Stellenwert beimisst.“

Monika Grütters weiter: „Die Erfahrung aus den bisherigen Projekten hat deutlich gezeigt, dass sich die Bewahrung unseres national wichtigen schriftlichen Kulturgutes nur mit vereinten Kräften von Bund, Ländern und Kommunen bewältigen lässt. Die Aufstockung der Sondermittel durch den Bund ist auch diesmal ein Zeichen an die Länder, ihrerseits Landesmittel in entsprechender Höhe bereitzustellen.“

Mit dem Sonderprogramm 2019 werden insgesamt 92 Vorhaben von Einrichtungen des Bundes, der Länder und Kommunen sowie von kirchlichen und privaten Trägern gefördert. Alle Projekte dienen der Rettung des bedrohten schriftlichen Kulturguts, das von hohem kulturhistorischem Wert ist. Dazu gehören zum Beispiel Maßnahmen der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, um Pflichtexemplare der Thüringer Verlage sicher zu verwahren. Die konservatorische Bearbeitung gerollter Pläne zur Bau- und Verkehrsplanung im 19. und 20. Jahrhundert steht im Mittelpunkt eines Projekts des Landesarchivs Berlin.

Außerdem werden die Trockenreinigung und Schutzverpackung wertvoller Bremensien der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen aus dem 16. bis 20. Jahrhundert unterstützt.
Ausgewählt wurden die Maßnahmen auf der Grundlage von Empfehlungen des Fachbeirats der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts. Grundsätzlich werden sie durch die Einrichtungen, sowie durch Länder und Kommunen zu mindestens 50 Prozent mitfinanziert.

Der Bund finanziert seit 2011 gemeinsam mit den Ländern die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes (KEK).

Weitere Informationen: http://www.kek-spk.de/home/