Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat die Vergabe von acht Produktionsförderungen für Kinderfilme, darunter je einen programmfüllenden Dokumentar-, Spiel- und Animationsfilm sowie fünf animierte Kinderkurzfilme mit rund 1,26 Millionen Euro beschlossen. Über die eingereichten Vorhaben wurde in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium junger deutscher Film beraten. Das Kuratorium stellt 96.000 Euro für die Treatment-, Drehbuch- und Projektentwicklungsförderung bereit. Insgesamt wurden folgende zwölf Kinderfilmprojekte für eine Förderung ausgewählt:

Produktion:

„DRACHENGESCHICHTEN“, Hersteller: Pelle Film GbR Riedel & Timm, München, Buch und Regie: Bettina Timm, Fördersumme: 350.000 Euro.
Inhalt: Ein dokumentarisches Märchen mit fiktionaler Rahmen-handlung: Ein roter Flugdrachen nimmt uns mit auf eine Reise um die Welt, in der uns Kinder aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten begegnen, die alle – auf die eine oder andere Weise – mit uns in Beziehung stehen.

„GANDHI TANZT!“, Hersteller: NFP media rights GmbH & Co. KG, Halle, Buch: Katharina Reschke, Regie: Lars Montag, Fördersumme: 300.000 Euro.
Inhalt: Ranji (12) ist neu in Berlin. Sein großer Traum: Bollywood. Ein Castingaufruf in Mumbai ist die Chance. Dafür muss Ranji allerdings einige Hürden meistern: Freunde finden, ein Video drehen, ohne seine Eltern nach Mumbai reisen und – nicht zuletzt – an sich selbst glauben.

„META“, Hersteller: Protoplanet Studio, Antje Heyn, Bergen auf Rügen, Buch: Antje Heyn & Alexander Isert, Regie: Antje Heyn, Fördersumme: 15.000 Euro.
Inhalt: Teils witzig, teils poetisch werden spielerisch-experimentierend Themen wie Wandlung, Vergänglichkeit, Kreislauf, Verbindung und Interaktion aufgegriffen. Es wird gezeigt, dass alles aus vielen Anteilen besteht und wie alle und alles miteinander verbunden sind.

DIE MÜCKE PIEKS AM TELEFON“, Buch, Regie & Produktion: Maria Steinmetz, Berlin, Fördersumme: 19.158 Euro.
Inhalt:  Winter in der Stadt. Die Mücke Pieks hat Durst. Der Schnee des Schneemanns ist zu kalt. Schließlich sticht sie den Rechtsanwalt in die Nase, telefoniert mit dessen Handy mit dem Metzger und stiftet Verwirrung.

„ROSE IN DER TASCHE“, Hersteller: CINE-LITTE Productions, Lilia Schneider, Burscheid, Buch & Regie: Dina Velikovskaya, Fördersumme: 25.000 Euro.
Inhalt: Der König und die Königin leben in Frieden und Liebe. Sie haben fast alles: Schlösser, Diener, einen schönen Garten, Haustiere. Nur eines haben sie nicht: ein Kind. Der König und die Königin wünschen sich so sehr ein Kind, dass sie alles Mögliche versuchen – sogar Samen in den Boden pflanzen.

„STICHKOPF”, Hersteller: Gringo Films GmbH, Köln, Buch: Steve Hudson nach dem Kinderbuch von Guy Bass, Regie: Toby Genkel, Co-Regie: Steve Hudson, Fördersumme: 500.000 Euro.
Inhalt: Hoch über dem Dorf Rafferskaff steht die Burg Grottenow. Hier haucht ein verrückter Professor seinen Kreaturen Leben ein – und geht prompt zum nächsten Experiment über. Der Einzige, der sich um die vielen Monster kümmert, ist Stichkopf, das allererste Wesen, das der Professor erschuf.

„TUU-TUU-TIL“, Buch, Regie & Produktion: Veronica Solomon, Berlin, Fördersumme: 20.525 Euro.
Inhalt: Tuu-tuu-til ist ein magisches Tier, das die Unbeschwertheit der Frühkindheit mit ihren Sehnsüchten und Herausforderungen verkörpert und die Kleinsten auf die ersten Entdeckungsabenteuer begleitet… und vielleicht nicht nur die!

„DAS WÜSTENTIER“, Produktion: Ines Christine Geißer, Lina Walde, Berlin & Kassel, Buch & Regie: Lina Walde, Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Das kleine Wüstentier wird mit dem Schatten einer Palme geboren. Als es damit Probleme gibt, tauscht es ihn gegen den Schatten eines Pinguins. Dies hat ungeahnte Folgen.

Treatment:

„BACK TO REAL LIFE“, Buch: Anja Flade-Kruse, Berlin,
Fördersumme: 8.000 Euro.

„REZ KIDS“, Buch: Anna Koch, Julia Lemke, Berlin,
Fördersumme: 8.000 Euro.

Drehbuch:

„MERKURKIND“, Buch & Regie: Leonie Krippendorff, Berlin, Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Luca ist zehn und intersexuell. Bald wird das Kind in die Pubertät kommen. Wie kann man als intersexueller Mensch erwachsen werden? Wäre es nicht besser, wenn Luca sich für ein Geschlecht entscheiden würde?

Projektentwicklung:

„GRANNY SAMURAI, DER AFFENKÖNIG UND ICH“, Hersteller: Dreamin’ Dolphin Film GmbH, München, Buch: John Chambers, Regie: Jesper Møller, Fördersumme: 50.000 Euro.
Inhalt: Als der ruhige Junge Samuel Johnson (10) auf seine 259-jährige, sehr umtriebige Nachbarin Granny Samurai trifft, ist es aus mit der Ruhe. Samuel wird unversehens in Grannys Kampf gegen den schrecklichen Monkey King gezogen.

Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgte auf Vorschlag der gemeinsamen Jury der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Kuratoriums junger deutscher Film für Kinderfilmförderung mit den Mitgliedern:
Christina Bentlage, Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Jochen Coldewey, nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH, Hannover
Claas Danielsen, Mitteldeutsche Medienförderung, Leipzig
Mario Giordano, Autor, Berlin
Nicole Kellerhals, Dramaturgin, Produzentin, Berlin
Florian Weghorn, Programmleiter Berlinale Talents, Berlin

Die Jury traf die Auswahl aus 33 Projekten, die zum 6. September 2019 eingereicht worden waren. Nächster Termin zur Einreichung für Kinderfilmprojekte ist der 18. Februar 2020.
Die Richtlinie und die Antragsformulare sind im Internet unter www.Kulturstaatsministerin.de abrufbar.

Kontakt/Information:
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