Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner entscheidenden Sitzung heute den Weg für das geplante Museum des 20. Jahrhunderts freigemacht. Damit stehen für den Bau 364,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Dazu sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Ich danke den Abgeordneten des Deutschen Bundestages für diese Entscheidung. Damit haben sie den Anspruch Deutschlands als einer großen Kulturnation untermauert, mit ihren Weltklasse-Sammlungen angemessen umzugehen. Das Museum wird sowohl mit seiner Kunst als auch mit seiner hochkarätigen Architektur weit in die Welt hinausstrahlen. Die Brüche des 20. Jahrhundert haben Kunstwerke hervorgebracht, die ihresgleichen suchen. Deshalb ist es wichtig, dass neben den alten Meistern wie Rembrandt und Dürer auch die deutsche und internationale Kunst dieses wechselvollen Jahrhunderts in der Hauptstadt besser zur Geltung kommt – von den Expressionisten über Joseph Beuys bis Gerhard Richter, von Pablo Picasso bis Andy Warhol.“

Grütters weiter: „Mit dem neuen Gebäude realisieren wir auch eine Chance zur Gestaltung des Berliner Kulturforums, die so schnell nicht wiederkommt. Der Neubau wird die städtebauliche Situation zwischen den Solitären Mies van der Rohes und Scharouns und der St. Matthäus-Kirche maßgeblich verbessern – ein lang ersehnter Gewinn für die Hauptstadt.“

„Die Abgeordneten haben mit ihrer Entscheidung zugleich respektiert und honoriert, dass wir offen und transparent mit den neuen Zahlen umgegangen sind, auch dafür danke ich“, sagte Grütters.

„Diese Summe ist für mich eine echte Schmerzgrenze“, sagte Grütters weiter. „Deshalb haben wir gemeinsam mit den Abgeordneten für ein strenges Kostenmanagement geworben, das Bauherren, Planer und Architekten verpflichtet, im 6-Monats-Rhythmus dem Bundestag über den Mittelabfluss und die Kostenentwicklung zu berichten.

Kostenbewusstes Bauen und eine strenge Haushaltsdisziplin sind nicht nur unser aller Ehrgeiz, sondern hoffentlich auch ein vertrauensbildendes Signal.“