Gemeinsame Erklärung für nachhaltige Filmproduktion im Bundeskanzleramt unterzeichnet –Kulturstaatsministerin Grütters: „Film bewegt nachhaltig“

Zusammen mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus der deutschen Film- und Fernsehbranche hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters heute im Bundeskanzleramt in Berlin eine Gemeinsame Erklärung zur Nachhaltigkeit in der Film- und Serienproduktion unterzeichnet.

Dazu erklärte Staatsministerin Grütters: „Getragen von einem breiten Bündnis maßgeblicher Akteure aus der gesamten Branche, setzen wir mit dieser Übereinkunft sowohl national als auch international ein starkes Signal für den umwelt- und klimabewussten Produktionsstandort Deutschland. Denn die Frage nach Umwelt- und Klimaschutz macht natürlich nicht vor den Toren unserer Filmstudios Halt. Deshalb ist auch in der Filmbranche jeder einzelne gefragt, seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Produktionswirtschaft in Deutschland zu leisten. Entscheidend ist hierbei ein enges Zusammenwirken der gesamten Branche – einschließlich der Akteure der Filmförderung, sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene, über alle Genres hinweg und jenseits reiner Individualinteressen.“ Genau dafür stehe die heute unterzeichnete Gemeinsame Erklärung, betonte Grütters.

Darin bekennen sich die Unterzeichnenden dazu, negative ökologische Auswirkungen bei der Produktion von Filmen und Serien so weit wie möglich, effizient und dauerhaft zu minimieren. Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören zahlreiche Fernsehsender – private wie öffentlich-rechtliche – sowie Vertreterinnen und Vertreter der Produzentenverbände, der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO), der Filmtechnischen Betriebe, der Bundes- und Landesfilmförderer und der Motion Picture Association, dem Verband der sechs großen internationalen Filmproduktionsgesellschaften. Hinzu kommen die Deutsche Filmakademie, der European Film Market und die Internationalen Filmfestspiele Berlin.

Begleitend zur Gemeinsamen Erklärung wurden im Bundeskanzleramt konkrete Vorhaben präsentiert, die beispielhaft für noch mehr Umwelt- und Klimaschutz in der Filmproduktion stehen. Die Staatsministerin kündigte die Einführung eines freiwilligen Zertifikats an, mit dem künftig besonders nachhaltige Produktionen ausgezeichnet werden sollen. Im Sommer 2020 startet das Vorhaben mit einer wissenschaftlich begleiteten Pilotphase. Es geht zurück auf umfangreiche Vorarbeiten des Arbeitskreises Green Shooting und wird durch die Filmförderungsanstalt (FFA) im Auftrag der Staatsministerin für Kultur und Medien durchgeführt. In einem zweiten Schritt soll das freiwillige Zertifikat durch verbindliche Nachhaltigkeitskriterien in den Förderrichtlinien der Filmförderung des Bundes ergänzt werden. Auch für die Novellierung des Filmförderungsgesetzes (FFG) ist die Aufnahme verbindlicher Nachhaltigkeitskriterien geplant.

Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, wirksame Strukturen für die ökologische Produktion audiovisueller Inhalte dauerhaft in Deutschland zu etablieren. Ziel ist ein umfassender Ansatz, der sowohl Kinoproduktionen, Serien als auch reine Fernsehproduktionen einbezieht.

Erstunterzeichnende der Gemeinsamen Erklärung zur Nachhaltigkeit in der Film- und Serienproduktion sind:  

  • ARD
  • Allianz deutscher Produzenten e.V.
  • Deutsche Filmakademie
  • Deutsche Welle
  • Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
  • European Film Market
  • Filmförderungsanstalt
  • FilmFernsehFonds Bayern
  • Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein
  • Film- und Medienstiftung NRW
  • HessenFilm und Medien
  • Internationale Filmfestspiele Berlin
  • Medienboard Berlin-Brandenburg
  • Mediengruppe RTL
  • Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg
  • Mitteldeutsche Medienförderung
  • Motion Picture Association (Walt Disney Studios Motion Pictures, Netflix Studios, LLC, Paramount Pictures Corporation, Sony Pictures Entertainment Inc., Universal City Studios LLC, Warner Bros. Entertainment Inc.)
  • Nordmedia
  • Produzentenverband e.V.
  • ProSiebenSat.1 Media
  • Sky
  • Spitzenorganisation der Filmwirtschaft
  • Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen e.V.
  • ZDF

Die Gemeinsame Erklärung zur Nachhaltigkeit bei der Film- und Serienproduktion ist ab 16 Uhr unter www.kulturstaatsministerin.de abrufbar.