Auf seiner 155. Sitzung vom 24. bis 28. Juni 2019 in Genf hat der Filmförderfonds EURIMAGES die Unterstützung von insgesamt
23 internationalen Koproduktionen mit rund 6,2 Mio. Euro beschlossen, darunter 17 Spielfilme, zwei Dokumentarfilme und vier Animationsfilme.
 
Aus Deutschland wurden sechs deutsch koproduzierte Filmprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 2,15 Mio. Euro unterstützt, darunter die Verfilmung des Kinderbuchklassikers Karlchen. Der Animationsfilm für die Kleinsten unter den Kinogängern ist eine deutsch-holländisch-schwedische Koproduktion.
Unter den geförderten Koproduktionen ist auch "Annette" mit Adam Driver und Marion Cotillard, ein englischsprachiges romantisches Musical. "Annette" zeigt den Aufstieg und Fall zweier Hollywood-Stars und das außergewöhnliche Schicksal ihrer Tochter.
Außerdem befinden sich neue Filme von Bruno Dumont, Michelangelo Frammartino, Veronika Franz sowie Severin Fiala und Tomasz Wasilewski unter den geförderten deutschen Koproduktionen.

Förderung deutscher Koproduktionen (in alphabetischer Reihenfolge):

„Annette“
Regie: Leos Carax
(Frankreich, Deutschland, Belgien)
Produzent Deutschland: Detail Film, Fabian Gasmia
Fördersumme: 380.000 Euro

„Des Teufels Bad“
Regie: Veronika Franz und Severin Fiala
(Österreich, Deutschland)
Produzent Deutschland: Bettina Brokemper, Heimatfilm
Fördersumme: 420.000 Euro


„Fools“
Regie: Tomasz Wasilewski
(Polen, Deutschland, Rumänien)
Produzent Deutschland: Jamila Wenske, OneTwo Films
Fördersumme: 230.000 Euro

„Il Buco“
Regie: Michelangelo Frammartino
(Italien, Deutschland, Frankreich)
Produzent Deutschland: Philippe Bober, Essential Filmproduktion
Fördersumme: 430.000 Euro

„Karlchen-Der Kinofilm“
Regie: Michael Ekblad
(Deutschland, Niederlande, Schweden)
Produzent Deutschland: Alexandra Schatz, Alexandra Schatz Filmproduktion
Fördersumme: 262.000 Euro

„Par un semi-claire matin“
Regie: Bruno Dumont
(Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien)
Produzent Deutschland: Dorothe Beinemeier, Red Balloon Film
Fördersumme: 430.000 Euro

Der Anteil der förderfähigen Projekte von Regisseurinnen, die auf der 155. Sitzung analysiert wurden, betrug 28 Prozent; der Anteil der Projekte, die letztendlich Unterstützung erhielten, betrug insgesamt 26 Prozent, was 1.785.000 Euro (29 Prozent finanzieller Anteil) der geförderten Projekte entsprach.

Die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sich seit 1988 an dem paneuropäischen Koproduktionsfonds EURIMAGES, der 1988 mit deutscher Beteiligung beim Europarat in Straßburg eingerichtet wurde. Ziel von EURIMAGES ist die Förderung unabhängiger Filmproduktionen in grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Dem als Teilabkommen des Europarates errichteten Förderfonds gehören mittlerweile 38 Mitgliedstaaten des Europarates sowie Kanada und ab dem 1. Oktober 2019 Argentinien an. Seine Mittel speisen sich aus jährlichen Pflichtbeiträgen der EURIMAGES-Mitglieder. 2018 waren dies von deutscher Seite rund 3,15 Millionen Euro, die aus dem Haushalt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Förderung der filmischen Vielfalt in Europa zur Verfügung gestellt wurden.

Der nächste Einreichtermin für die EURIMAGES-Förderung ist der 22. August 2019. Informationen dazu gibt es auf der Website von EURIMAGES: https://www.coe.int/en/web/eurimages
 
Argentinische Koproduktionen können zum letzten Einreichtermin dieses Jahres, dem 22. Oktober 2019 Eurimages-Förderung beantragen.

Ansprechpartner für deutsche Projekte ist Tobias Pausinger (BKM): https://www.kulturstaatsministerin.de.
(Es wird empfohlen, bereits vor der Einreichung mit dem Förderreferenten Kontakt aufzunehmen.)