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49 Vorhaben werden in diesem Jahr aus dem Denkmalpflegeprogramm National wertvolle Kulturdenkmäler gefördert, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters heute bekannt gegeben hat. Darunter sind der Evangelisch-Lutherische Johannisfriedhof in Dresden oder der KUNST Pavillon in Eisenach, die Münsterkirche in Bonn, der Fernsehturm Europe 1 in Überherrn-Berus und die Burg Meersburg am Bodensee. Der Bund stellt dafür insgesamt rund sechs Millionen Euro zur Verfügung.

Dazu sagte die Kulturstaatsministerin: „Wir brauchen diese herausragenden und vielfältigen Zeugnisse unserer Geschichte zur Selbstvergewisserung und Orientierung in ganz Deutschland. National wertvolle Denkmäler zu erhalten und auch für künftige Generationen zugänglich zu machen, ist eine gewaltige Aufgabe, bei der wir Länder, Kommunen und auch private Initiativen unterstützen wollen. Deshalb übernimmt der Bund mit dem Denkmalpflegeprogramm National wertvolle Kulturdenkmäler seinen Teil der Verantwortung für das uns anvertraute bauliche Erbe und packt dort mit an, wo es besonders drängt.“

Gleichzeitig sei der Denkmalschutz auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sagte Grütters. „Die Denkmalförderung der öffentlichen Hand löst oftmals ein Vielfaches an Folgeinvestitionen aus. Dieses Engagement ist ein deutliches Signal an Länder, Kommunen und Private: Kosten und Mühen zahlen sich aus. Es lohnt sich, Verantwortung für den Denkmalschutz zu übernehmen.“

Das Denkmalpflegeprogramm ist das älteste Denkmalschutzprogramm des Bundes. Seit 1950 wurden 682 Kulturdenkmäler mit einem Gesamtvolumen von rund 375 Millionen Euro in ganz Deutschland erhalten und restauriert. Das Programm bezieht sich auf Kulturdenkmäler, in denen sich für den Gesamtstaat herausragende Leistungen oder Ereignisse widerspiegeln - vor allem auf den Gebieten der Kultur, Politik, Architektur, Geschichte und Wissenschaft.