44 Projekte zur Aufarbeitung des SED-Unrechts starten – Kulturstaatsministerin Grütters: "Große Resonanz gerade bei jungen Menschen"

Der Bund fördert mit dem Programm „Jugend erinnert – Förderlinie SED-Unrecht“ insgesamt 44 Projektträger mit über sieben Millionen Euro. Die Kulturstaatsministerin unterstützt mit diesem Programm Bildungs- und Vermittlungsprojekte von Gedenkstätten, Bildungs- und Kultureinrichtungen zur Aufarbeitung des SED-Unrechts. Die Förderlinie des Programms „Jugend erinnert“ soll zugleich jungen Menschen die Chance geben, ihr Demokratieverständnis zu stärken, Haltung zu zeigen und sich aktiv für demokratische Grundwerte einzusetzen.
 
Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Gerade für junge Menschen ist es wichtig, sich mit der SED-Diktatur und ihren Folgen auseinanderzusetzen, unter denen viele Opfer bis heute leiden. Die große Zahl an Anträgen aus ganz Deutschland zeigt, dass es für dieses Thema erfreulicherweise große Resonanz gibt. Besonders wichtig ist mir, dass bei vielen der jetzt geförderten Projekte junge Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Herkunft bereits in die Projektkonzeption eingebunden waren und auch die Umsetzung begleiten.“

Insgesamt stehen für den Förderzeitraum 2021 bis Ende 2023 mehr als sieben Millionen Euro für Projekte zur Verfügung. Da der Förderbedarf der eingegangenen 89 Anträge die verfügbaren Mittel dennoch weit überstieg, war es erforderlich, eine Auswahl zu treffen. Eine neunköpfige unabhängige Jury hatte daher zuvor alle formal zulässigen Anträge begutachtet und bewertet.

Die Förderlinie wird von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durchgeführt, die hierfür ein Projektbüro eingerichtet hat, das auch in der Umsetzungsphase beratend unterstützen wird.

Nähere Informationen zu den Projekten und zur Förderlinie finden sich unter www.jugenderinnert.de.