Naturräume wiederherstellen – biologische Vielfalt erhalten

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Welttag des Artenschutzes Naturräume wiederherstellen – biologische Vielfalt erhalten

Der Artenverlust ist dramatisch. Von den einheimischen Tierarten in Deutschland sind 35 Prozent bestandsgefährdet. Rund 34.000 Arten sind vom Aussterben bedroht. Der Welttag des Artenschutzes am 3. März erinnert daran, wie wichtig der Erhalt der Biodiversität ist. Mit einem neuen Bundesnaturschutzfonds bündelt die Bundesregierung bestehende Bundesprogramme.

2 Min. Lesedauer

Eine Luchsmutter mit ihrem Jungen

Insgesamt 32 Luchsweibchen mit Jungtieren konnten am Ende des Monitoringjahres 2019/2020 in Deutschland gezählt werden. Das ist ein erfreulicher Zuwachs – aber der Bestand ist nicht stabil. Der Luchs wird als vom Aussterben bedroht eingestuft.

Foto: imago images/Hommes Eibner

Der Erhalt der Artenvielfalt ist eine Menschheitsaufgabe und eine ethische Verpflichtung. Den Artenschutz in Deutschland fördert die Bundesregierung unter anderem durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt . Als finanzstärkstes Naturschutz-Förderprogramm des Bundes dient es der Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS). Das Programm trägt bundesweit zum Schutz von Arten, Lebensräumen und Ökosystemen bei. Die Bundesregierung will die NBS mit Aktionsplänen sowie konkreten Zielen weiterentwickeln.

Lebensräume schützen

Ein neuer Bundesnaturschutzfonds vereint künftig die bestehenden Bundesprogramme zum Naturschutz. Mit einem Aktionsplan Schutzgebiete soll deren Management verbessert werden. Bundeseigene Flächen haben als Biotopverbund, nationales Naturerbe oder Wildnisgebiete eine erhebliche Bedeutung für den Artenschutz. Hierfür geeignete Flächen werden künftig von der Privatisierung ausgenommen und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übertragen. Sie sollen so einer nachhaltigen Nutzung zur Verfügung stehen. Neue Vorgaben der Bundesregierung sollen auch den Artenschutz auf landwirtschaftlich genutzten Flächen fördern.

Energiewende und Artenschutz harmonisieren

Die Energiewende soll gelingen, ohne dabei ökologische Schutzstandards abzubauen. Die Bundesregierung wird ein nationales Artenhilfsprogramm auflegen, das insbesondere den Schutz derjenigen Arten verbessert, bei denen es Konflikte mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien gibt.

Internationale Bemühungen für Biodiversität

Die Bundesregierung setzt sich weltweit für den Schutz der Meere als Lebensraum vieler Arten ein und engagiert sich für internationale Lösungen. Bundesumweltministerin Steffi Lemke kündigte eine deutsche Meeresoffensive an, „um Schutz und umweltverträgliche Nutzung der Meere miteinander in Einklang zu bringen“.

Deutschland unterstützt das Ziel, bis 2030 weltweit mindestens 30 Prozent der Land- und Meeresflächen unter Schutz zu stellen. Entwicklungs- und Schwellenländer werden bei der Finanzierung von Schutzgebieten unterstützt. Die Bundesregierung wird sich für ein ambitionierteres Engagement beim weltweiten Artenschutz einsetzen und will ihren finanziellen Beitrag erheblich erhöhen.

Am 3. März 1973 fasste die internationale Staatengemeinschaft einen wichtigen Beschluss zum Schutz von freilebenden Tieren und Pflanzen: das Washingtoner Artenschutzübereinkommen. Der Jahrestag der Unterzeichnung des Abkommens erinnert auch heute an die große Bedeutung von wildlebenden Tier- und Pflanzenarten für unsere Umwelt. Er mahnt zu einem entschlosseneren Vorgehen beim Umwelt- und Naturschutz, gerade wegen des anhaltenden globalen Verlusts an Artenvielfalt.