Maßnahmen gegen Hitze und Dürre geplant

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Im Kabinett Maßnahmen gegen Hitze und Dürre geplant

Das Kabinett hat beraten, wie mit den Auswirkungen von Extremwetterlagen und Klimaveränderungen in Deutschland umzugehen ist. Denn Hitzetote, Ernteausfälle und Störungen der Lieferketten weisen auf dringenden Handlungsbedarf.

2 Min. Lesedauer

Menschen in einem Park, im Schatten unter Bäumen und nahe einer Wasserfontäne

Die Bundesregierung geht die Auswirkungen von Extremwetter und Klimawandel gezielt und koordiniert an.

Foto: picture alliance / Global Travel

Wie mit den Folgen von Extremwetterereignissen umgegangen werden soll, dazu hat die Bundesregierung im Zuge einer Aussprache während der Kabinettssitzung diskutiert. Hintergrund ist, dass auch der Sommer 2026 von starker Trockenheit geprägt ist. 

„Wir müssen den Klimawandel weiter eindämmen und zugleich unser Land besser an die Folgen des Klimawandels anpassen“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz in seinem Auftaktstatement zur Kabinettsklausur. Es gehe darum, „vor allem die langfristigen Lehren aus Extremsituationen wie diesem Hitzesommer zu ziehen“.

Zusammenarbeit von Bund und Ländern ausbauen

Vieles läuft in den Zuständigkeiten der Kommunen und der Länder zu Umweltmaßnahmen sehr gut. Davon überzeugte sich der Bundeskanzler zuletzt bei seinem Besuch nach dem Waldbrand im Hürtgenwald . Zugleich plant die Bundesregierung auch mit Blick auf die künftigen Herausforderungen, die Zusammenarbeit und die Abstimmung zum Thema mit den Ländern zu intensivieren.

14.000 hitzebedingte Sterbefälle, herbe Ernte- und Produktionsausfälle sind im Sommer 2026 zu verzeichnen. „Sie führen uns vor Augen, dass konkreter Handlungsbedarf besteht“, sagte der Kanzler in seinem Auftaktstatement zur Kabinettsklausur und betonte, „Gesundheit, Krankenhäuser, Altenheime, die Landwirtschaft – es gibt kaum einen Lebensbereich, der nicht betroffen ist“. Für ein strukturiertes Handeln hat sich die Bundesregierung über den Umgang mit Auswirkungen von Extremwetterereignissen und dem Klimawandel in ihrer Kabinettssitzung deswegen ausgetauscht und weitere Schritte besprochen.

Im Einzelnen sind folgende Schritte vorgesehen:

  • Status quo: Der Staatsminister für die Bund-Länder-Zusammenarbeit, Phillip Amthor, wird mit den Ländern einen Abgleich vornehmen: Wie ist der Stand und an welchen Stellen ist die Zusammenarbeit zu intensivieren?
  • Bund-Länder-Besprechung: Darauf aufbauend soll im Dezember im Rahmen der Besprechung mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder im Kanzleramt ein föderaler Fahrplan zur Klimavorsorge entstehen.
  • Förderprogramme: Haushaltsmittel aus bestehenden Programmen sind zu nutzen: etwa zur Anpassung urbaner und ländlicher Regionen an den Klimawandel des Bauministeriums, zum klimaangepassten Waldumbau des Landwirtschaftsministeriums, zum Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz, zur Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen, beim Hochwasserschutz.
  • Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz: Den Ländern wurden daraus 100 Milliarden Euro bereitgestellt. Auch diese Mittel müssen effizient genutzt werden.