Volkszählung 2021

Zensus-Gesetz tritt in Kraft

Deutschland ist durch EU-Recht verpflichtet, im Jahr 2021 erneut eine Volkszählung durchzuführen. Das von der Bundesregierung vorgelegte Zensus-Gesetz ist nun in Kraft getreten. Erfasst werden sollen neben den Einwohnerzahlen auch bestimmte soziodemografische Basisdaten, zum Beispiel zu Erwerbstätigkeit und Wohnsituation der Bevölkerung.

Eine Menschenmenge in einer Fußgängerzone

Wieviele Menschen leben in Deutschland? Die amtliche Einwohnerzahl wird beim Zensus 2021 ermittelt.

Foto: Colourbox

Die beim Zensus 2021 zu ermittelnde amtliche Einwohnerzahl Deutschlands ist von großer Bedeutung für Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Aber auch für Wissenschaft, Markt- und Meinungsforschung und für die amtliche Statistik selbst liefert der Zensus neue, wichtige Basisdaten. Die amtliche Zahl der Einwohner ist darüber hinaus maßgeblich für eine Reihe von Verwaltungsverfahren, unter anderem den Länderfinanzausgleich, die Einteilung von Wahlkreisen und die Besoldung von Bürgermeistern und Landräten.

Das Zensus-Gesetz, das am 3. Dezember in Kraft getreten ist, stellt die Weichen für die Durchführung des Zensus ("Volkszählung") 2021 und knüpft an das Zensusvorbereitungsgesetz aus dem Jahr 2011 an. Dabei wurden die notwendigen organisatorischen Vorbereitungen der statistischen Ämter des Bundes und der Länder geregelt und Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts aus der Entscheidung zum Zensus 2011 berücksichtigt.

Die Durchführung des Zensus 2021 ist eine gemeinschaftliche Aufgabe der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Leitgedanke ist ein angemessener Ausgleich zwischen einer möglichst präzisen Ermittlung der zu erhebenden Daten einerseits sowie einer grundrechtsschonenden und wirtschaftlichen Methode und Konzeption andererseits.