Wissenschaft – vernetzt und innovativ

Internationalisierung Wissenschaft – vernetzt und innovativ

Kein Land kann die globalen Herausforderungen alleine meistern. Die Bundesregierung setzt daher auf die Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung. Das Bundeskabinett hat den Bericht zum Ausbau internationaler Kooperationen verabschiedet.

Internationale Studierende mit Broschüren in der Hand - im Hintergrund die EU-Sterne an einer Glastür.

Deutschland zählt zu den fünf bedeutendsten Zielländern für internationale Studierende.

Foto: EC/Alain Schroeder

Digitalisierung, zunehmender globaler Wettbewerb um Wissen und Märkte, Umweltveränderungen, Ursachen und Auswirkungen von Flucht und Migration - all das ist auch für Bildung, Wissenschaft und Forschung eine große Herausforderung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat nun einen Bericht vorgelegt, der über die europäischen und internationalen Maßnahmen der Bundesregierung von 2014 bis 2016 informiert.

Herausforderung und Chance

Die zunehmende Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung ist gleichzeitig Herausforderung und Chance. Die Bundesregierung reagiert auf diese Trends, indem sie die europäische und internationale Zusammenarbeit ausbaut. Die im Bericht dargestellten Erfahrungen sind in die "Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung" eingeflossen. Sie dient als Rahmen für die künftige Zusammenarbeit Deutschlands mit seinen internationalen Partnern.

Ein Schwerpunkt der Strategie ist Europa. Bei der Entwicklung des europäischen Forschungsraumes gäbe es dem Bericht zufolge noch viel zu tun - besonders bei der Einbeziehung kleinerer Länder.

Zehn Millionen Menschen mit Erasmus-Programm unterwegs

Die Mobilität von ausländischen Studierenden ist ein gutes Beispiel für die Internationalisierung: So gehört Deutschland zu den fünf am häufigsten gewählten Zielländern internationaler Studierender (nach den USA, Großbritannien, Australien und Frankreich). Das heißt, viele junge Leute aus aller Welt entscheiden sich für ein Studium in Deutschland. Und mehr als ein Drittel der deutschen Hochschulabsolventen in höheren Semestern waren mindestens einmal studienbezogen im Ausland.

Im Ausland forschen, international publizieren

Deutsche Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler sind in allen Weltregionen aktiv. 60 Prozent der deutschen Wissenschaftler waren in den vergangenen zehn Jahren für längere Zeit im Ausland. Auch die Anzahl hierzulande forschender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland ist seit 2008 kontinuierlich angewachsen. Fast die Hälfte aller Publikationen aus Deutschland entsteht heute in internationaler Zusammenarbeit.

Deutschland gehört mit seiner Forschungsförderung gemeinsam mit Finnland, Schweden, Dänemark und Österreich zum europäischen Spitzenfeld. 2015 betrugen die deutschen Ausgaben für Forschung und Entwicklung drei Prozent des BIP.

Zeitgemäße Weiterentwicklung

Das Leitmotiv der Strategie lautet "Internationale Kooperation: vernetzt und innovativ". Eine verstärkte Abstimmung und Vernetzung des deutschen Engagements in Forschung und Innovation im Ausland soll eine intensivere, nachhaltigere Kooperation in der internationalen Zusammenarbeit erbringen.

Themenschwerpunkte sind:

  1. Exzellenz durch weltweite Kooperation stärken

  2. Deutschlands Innovationskraft international entfalten

  3. Bildung und Qualifizierung internationaler ausbauen

  4. Die globale Wissensgesellschaft gemeinsam mit Schwellen- und Entwicklungsländern gestalten

  5. Gemeinsam globale Herausforderungen bewältigen