Kinder und Jugendliche beim Aufholen unterstützen

Weltkindertag Kinder und Jugendliche beim Aufholen unterstützen

Ob Freizeitsport, Spielen, Lernen in der Schule oder auch das Verreisen: Kinder und Jugendliche haben während der Corona-Pandemie nicht nur etliche Schulstunden verpasst und Lernstoff versäumt, sie mussten im Alltag auch auf viele Dinge verzichten. Deshalb benötigen sie jetzt ganz besondere Aufmerksamkeit. Um sie zu unterstützen, investiert die Bundesregierung zwei Milliarden Euro in ein Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“. Die Programmschwerpunkte im Überblick.

Aufholprogramm

Wichtiger Teil des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ sind besondere Förderangebote, um Lernrückstände zu beheben.

Foto: imago images/Political-Moments

  • Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in der Schule: Um die Krisenfolgen zu bewältigen, ist es wichtig, Kinder und Jugendliche in ihren sozialen Kompetenzen zu stärken. Gerade Schülerinnen und Schüler dürfen nicht mit ihren Sorgen und dem Druck, verpassten Lehrstoff möglichst schnell aufholen zu müssen, alleine gelassen werden. Sie brauchen besondere Unterstützung. Ermöglicht werden soll dies beispielsweise durch den Einsatz von Lehramtsstudierenden als Mentorinnen und Mentoren für die Lernförderung in Bildungseinrichtungen. Außerdem soll die Schulsozialarbeit ausgeweitet werden und Freiwilligendienstleistende gezielt in Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe unterstützen.
  • Abbau von Lernrückständen: Beim Abbau pandemiebedingter Lernrückstände geht es darum, dass Schülerinnen und Schüler durch zusätzliche Förderangebote aufholen können und ihnen so eine erfolgreiche weitere Bildungslaufbahn ermöglicht wird. Dabei stehen die Kernfächer und Kernkompetenzen im Fokus. Unterstützt werden Angebote, wie beispielsweise Feriencamps, Lernwerkstätten oder unterrichtsbegleitende Fördermaßnahmen in den Kernfächern. Außerdem soll die Lernförderung für Kinder und Jugendliche aus dem Bildungs- und Teilhabepaket leichter zugänglich werden.
  • Förderung der frühkindlichen Bildung: Auch der frühkindliche Bildungsbereich soll weiter unterstützt werden, damit sich Ungleichheiten wegen der Pandemie nicht manifestieren. Zur Stärkung der frühkindlichen Bildung werden beispielsweise bundesweit bis zu 1000 neue zusätzliche Fachkräfte für sprachliche Bildung in Kitas gefördert. Bestehende und neue „Sprach-Kitas“ erhalten außerdem einen Aufholzuschuss für Lernmaterialien, zusätzliche pädagogische Angebote oder personelle Unterstützung durch „Kita-Helfer“ sowie einen Digitalisierungszuschuss für die Unterstützung beim Einsatz digitaler Medien in der Bildung. Zudem soll es zusätzliche Unterstützung durch die Bundesstiftung Frühe Hilfen geben. Die Stiftung fördert niedrigschwellige Angebote wie beispielsweise Elternkurse für belastete Familien mit Kindern unter drei Jahren.
  • Ferienzeiten und außerschulische Angebote: Junge Menschen sind in der Pandemie nicht nur schulisch zu kurz gekommen. Auch Gelegenheiten zum sozialen Lernen etwa durch Projekte und Ausflüge sowie die sportlichen und musischen Bildungsangebote wurden stark eingeschränkt. Deshalb unterstützt das Aufholprogramm auch hier. Gefördert werden beispielsweise Angebote der Deutschen Sportjugend, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung oder die Pfadfinder. Zudem haben Familien mit geringen Einkommen oder Familien mit Angehörigen mit einer Behinderung die Möglichkeit, über die Familienerholungseinrichtungen, die vom Bund gefördert werden, ab Oktober kostengünstig Urlaub zu buchen.

145 Staaten weltweit machen an einem Tag im Jahr besonders auf die Situation von Kindern aufmerksam. Unter dem diesjährigen Motto „Kinderrechte schaffen Zukunft“ begehen in Deutschland bundesweit Organisationen am 20. September den Weltkindertag.

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