Jeder kann etwas für Bienen tun

Weltbienentag 2020 Jeder kann etwas für Bienen tun

Bienen sind besonders wichtig für das Gleichgewicht der Natur. Doch sie sind durch Umwelteinflüsse bedroht. Vielen Menschen ist das bewusst - sie wollen etwas für die Bienen tun. Die Gestaltung des eigenen Gartens oder Balkons ist dabei besonders wichtig. Hier finden Sie viele nützliche Tipps für bienenfreundliches Gärtnern.

Biene bei der Bestäubung auf einer Blüte

Ohne die Bestäubung durch Bienen ist die Ernte von Nutzpflanzen nicht möglich.

Foto: picture alliance/WILDLIFE

Bienen sind wahre Alleskönner: Sie liefern nicht nur Honig, sie sind auch für die Bestäubung der Pflanzen wichtig. Rund 80 Prozent der heimischen Pflanzen müssen von Bienen und anderen Insekten wie Schmetterlingen bestäubt werden. Vor allem ohne Bienen ist die Ernte von Nutzpflanzen, Obst und Gemüse nicht möglich. Doch durch eine Vielzahl von Umwelteinflüssen sind sie bedroht – etwa durch Pestizide, Parasiten und Monokulturen.

In Deutschland kommen fast 600 Arten von Wildbienen und drei Honigbienenrassen vor. Weltweit gibt es rund 20.000 Bienenarten. Der 20. Mai ist Weltbienentag - die Vereinten Nationen haben ihn ausgerufen. Der Vorschlag kam aus Slowenien und wurde von allen EU-Staaten angenommen.

"Bienen füttern" - eine Initiative des Bundeslandwirtschaftsministeriums

Egal ob auf dem Balkon, im Garten, auf der Wiese oder dem Acker: Die Initiative "Bienen füttern" des Bundeslandwirtschaftsministeriums sowie weiterer Partner aus der Gartenwirtschaft richtet sich mit praktischen Tipps sowie Wissenswertem rund um die Biene und Co. an alle, die etwas für sie tun möchten. Alle Bienenunterstützer sind eingeladen, auf der Webseite in einer Deutschlandkarte einzutragen, wo sie bienenfreundliche Pflanzen gepflanzt haben. Ein Pflanzenlexikon bietet Infos zu mehr als 100 bienenfreundlichen Pflanzen:

  • Pflanzen Sie am besten eine Mischung aus früh-, mittel- und spätblühenden Arten wie Winterheide, Flockenblume, Lavendel und Astern.
  • Denn Bienen und andere Bestäuberinsekten brauchen nicht nur im Frühjahr blühende Pflanzen, sondern über die gesamte Vegetationszeit hinweg.
  • Koriander, Oregano und Salbei beispielsweise verfeinern nicht nur das Essen, sondern bieten Bienen auch reichlich Pollen und Nektar.

Sehen Sie Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zur Initiative "Bienen füttern" hier im Video.

Vorsicht bei Pestiziden

Pestizide im heimischen Garten sollten nur in der empfohlenen Dosis verwendet werden. Pflanzenschutzmittel unterliegen zwar hierzulande strengen Zulassungsverfahren, trotzdem können sie Bienen schädigen, wenn sie zu hoch dosiert sind. Deshalb sollten Hobbygärtner die Gebrauchsanweisung genau befolgen beziehungsweise nach biologischen Alternativen Ausschau halten. 

Bienen leisten einen wichtigen Beitrag zu Ernährungssicherheit und nachhaltiger Landwirtschaft. Der weltweite wirtschaftliche Nutzen der Bestäubung beträgt mehr als 153 Milliarden Euro.

Was tut die Bundesregierung für die Bienen und Co.?ÖffnenMinimieren