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Nationale Weiterbildungsstrategie

Weiterbildung als Teil des Arbeitsalltags

Bundesbildungsministerin Karliczek plant, das Aufstiegs-BAföG zu erhöhen. Bundesarbeitsminister Heil will, dass jedermann grundsätzlich den Anspruch bekommt, einen Berufsabschluss nachzuholen. Beide stellten die erste Nationale Weiterbildungsstrategie vor.

Zwei Frauen und ein Mann pinnen farbige Kärtchen an eine Pinnwand und diskutieren zum Thema der Weiterbildung.

Weiterbildung sorgt für eine Fachkräftebasis und beugt langfristig Arbeitslosigkeit vor.

Foto: picture alliance/dpa

Damit sich noch mehr Berufstätige zu Technikern, Handwerks- oder Industriemeistern fortbilden, will Bundesbildungsministerin Anja Karliczek das Aufstiegs-BAföG "substanziell erhöhen". Weiterbildung soll ein selbstverständlicher Teil des Arbeitsalltags werden.

Bund, Länder, Wirtschaft, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit haben die Nationale Weiterbildungsstrategie gemeinsam beschlossen. "Wenn wir die Chancen des digitalen Wandels nutzen wollen, muss Deutschland mehr in Qualifizierung und Weiterbildung investieren", sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Es gehe darum, Arbeitnehmer auch beschäftigungsfähig zu halten, Arbeitslosigkeit zu verhindern und die Fachkräftebasis zu sichern.

Anspruch auf Berufsabschluss

Zu den verabredeten konkreten Maßnahmen gehöre, einen grundsätzlichen Anspruch auf das Nachholen eines Berufsabschlusses zu schaffen, so Heil. Denn bisher profitieren noch zu wenige Geringqualifizierte von den Fördermöglichkeiten.

Zudem sollen die Angebote der Bundesagentur für Arbeit für alle leichter zugänglich und erweitert werden. Besonders unterstützt werden sollen Menschen, die bisher nur wenig an Weiterbildungen teilnehmen. Für kleine und mittlere Unternehmen ohne große Personalabteilungen sollen außerdem Weiterbildungskonzepte entwickelt werden.

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