Staatsministerin Grütters fördert Dokumentarfilmvorhaben mit 1,2 Millionen Euro

Die Jury Dokumentarfilm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien hat von 49 eingereichten Anträgen auf Produktionsförderung 9 programmfüllende Filmvorhaben empfohlen.  Zudem wurden von 26 Anträgen auf Stoffentwicklungsförderung 4 Projekte zur Förderung vorgeschlagen. Den Empfehlungen der unabhängigen Jury folgend, fördert Staatsministerin Monika Grütters die nachfolgend genannten programmfüllenden Dokumentarfilmvorhaben mit  insgesamt 1.214.000 Euro.

  • Pressemitteilung 235
  • Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Produktionsförderung:

„Nach der Arbeit“, Produktionsfirma: PELLE FILM GbR, München, Autoren: Alexander Riedel, Bettina Timm, Regisseur: Alexander Riedel. Fördersumme: 120.000 Euro.

Inhalt: „Nach der Arbeit“ erzählt von Sinn und Unsinn der Arbeit für den Menschen und davon, welchen Sinn das Leben ohne Arbeit bietet. In ausgewählten Szenen konzentriert sich der Episodenfilm auf die Geschichten seiner Hauptfiguren, die alle eines gemeinsam haben: den Transit zwischen Arbeit und Ruhestand. Im Zentrum der Geschichten steht der jeweilige Umgang mit diesem Umbruch im Leben. Es geht um Loslassen und Zurücklassen - um den Abschied von der Arbeit, aber auch um den Anfang von etwas Neuem.

„The Second Life“, Produktionsfirma: Valentin Thurn Filmproduktion, Köln, Autor/Regisseur: Davide Gambino. Fördersumme: 140.000 Euro.

Inhalt: Maurizio, Robert und Christophe arbeiten als Präparatoren für die Naturhistorischen Museen in Berlin, Rom und Brüssel. Während ihrer Vorbereitungen auf die Euro Taxidermy Championships 2018 erkennen sie, dass sie zwar gegeneinander antreten - in ihrem eigentlichen Streben aber eng miteinander verbunden sind.

 „Im Sog des Krieges - Am Beispiel meines Vaters“, Produktionsfirma: Coin Film GmbH, Köln, Autor/Regisseur: Christoph Boekel.

Fördersumme: 143.000 Euro.

Inhalt: Ein Film über die Zerstörungskraft des Krieges, über seelische Zerstörung und die Auswirkungen auf nachfolgende Generationen. Grundlage des Films sind die erhalten gebliebenen Kriegstagebücher des Vaters des Regisseurs.

„Schönheit der Vergänglichkeit - Sven Marquardt“, Produktionsfirma: IT WORKS! Medien GmbH, Berlin, Autorin/Regisseurin: Annekatrin Hendel.

Fördersumme: 50.000 Euro.

Inhalt: Einst Punk und Modefotograf in Ost-Berlin, feiert Sven Marquardt heute als Künstler ein spektakuläres Comeback. Dieser Film folgt dem berühmt-berüchtigsten Türsteher Europas und zwei seiner ehemaligen Modelle in ihre Parallelwelten gestern und heute.

„Wir sind die Roboter“, Produktionsfirma: Kloos & Co. Medien GmbH, Berlin, Autorin/Regisseurin: Isa Willinger.

Fördersumme: 150.000 Euro.

Inhalt: Vom Traum des Menschen seinesgleichen zu erschaffen. Und vom Albtraum des Beginns einer unmenschlichen Welt.

„Lost in Face“, Produktionsfirma: CORSO Film GbR, Köln, Autor/Regisseur: Valentin Riedl.

Fördersumme: 111.000 Euro.

Inhalt: Carlotta kann sich an kein einziges Gesicht erinnern, auch nicht an ihr eigenes. Dem Neurowissenschaftler und Filmemacher Valentin Riedl gewährt sie Einblick in ihre Sichtweise und intimsten Träume, die sich im Film in virtuoser Form mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Gesichtsblindheit vermischen.

„No Women no Revolution“, Produktionsfirma: Doppelplusultra GbR, Hamburg, Autorin/Regisseurin: Antonia Kilian.

Fördersumme: 120.000 Euro.

Inhalt: Vor dem Hintergrund des syrischen Bürgerkriegs kämpft die 20jährige Hala nicht nur für die Befreiung vom IS, sondern auch für die Befreiung von patriarchalischen und traditionellen Strukturen.

Hierbei muss sie sich auch Konflikten innerhalb der eigenen Familie stellen.

„We are all Detroit - Vom Bleiben und Verschwinden“, Produktionsfirma: Filmproduktion loekenfranke GbR, Witten, Autoren/Regisseure: Michael Loeken, Ulrike Franke.

Fördersumme: 200.000 Euro.

Inhalt: Der Film unternimmt eine Reise durch zwei weit voneinander entfernte Städte - Bochum und Detroit -, die nach dem Wegfall der Autoindustrie beide vor gigantischen Herausforderungen stehen. Im Mittelpunkt des Films stehen die Menschen, die von diesen Umbrüchen betroffen sind.

„Am Rande“, Produktionsfirma: Wüste Film GmbH, Hamburg, Autor/Regisseur: Andrei Schwartz.

Fördersumme: 100.000 Euro.

Inhalt: Ein Film über das Doppelleben einer Gruppe von Roma, die seit Jahren zwischen Hamburg und ihrem rumänischen Dorf pendeln. Ihr Auskommen verdienen sie mit Betteln. Bis auf die Monate im Winter, die sie bis zu ihrem Rausschmiss im Notübernachtungsquartier verbringen durften, leben diese Menschen auf der Straße.

Stoffentwicklungsförderung:

„Schöne neue Bildungswelt“, Autorin: Eren Önsöz, Köln. Fördersumme: 20.000 Euro.

„The New War“, Autorin: Astrid Schult, Berlin.

Fördersumme: 20.000 Euro.

Inhalt: „The New War“ ist ein investigativer Dokumentarfilm über hybride Kriegsführung.

„Das Private ist politisch“, Autorin: Claudia Richarz, Köln. Fördersumme: 20.000 Euro.

Inhalt: Das Leben einer Rebellin: die Feministin und Filmemacherin Helke Sander.

„Der Mann, der nie im All war“, Autor: Tom Lemke, Leipzig. Fördersumme: 20.000 Euro.

Inhalt: Mit 63 Jahren ist Tassilo die meiste Zeit allein mit seinem Lebenswerk - einem eigenen Raumfahrtmuseum in einer kleinen Provinzstadt. Da berichten die Medien über das Projekt der Marsbesiedlung und die Weltmächte auf Erden rüsten militärisch auf. Tassilo beginnt seine Suche nach einem Ghostwriter, der seine Lebensgeschichte in ein Buch verpackt. Die Geschichte vom Mann, der nie im All war und trotzdem die Sterne berührte.

Der Jury Dokumentarfilm gehörten für die Sitzung am 21. und 22. Juni 2017 an:
Corinna Belz (Regisseurin, Köln), Ingo Fliess (Produzent, München), Dr. Grit Lemke (Kuratorin und Autorin, Berlin), Kathrin Lemme (Produzentin, Hamburg) und Dr. Ralf Schenk (Filmkritiker und -publizist, Berlin).

Der nächste Einreichtermin für Stoffentwicklungs- und Produktionsförderung Dokumentarfilm ist der 23. August 2017. Die aktuelle Richtlinie für die kulturelle Filmförderung der BKM, Antragsformulare und Merkblätter sind im Internet unter www.kulturstaatsministerin.de/filmfoerderung abrufbar.

Kontakt/Information:
Pressestelle BKM, Telefon: 030/18 272 - 3281, Fax: - 3259, E-Mail: pressestelle-bkm@bpa.bund.de
Filmreferat der BKM, Telefon: 030/18 681- 44354, Fax: -544354, E-Mail: K35@bkm. bund.de

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