Verpackungsmüll zu Weihnachten vermeiden

Das sollten Sie wissen Verpackungsmüll zu Weihnachten vermeiden

Jedes Jahr häufen sich in Deutschland rund 400 Millionen Tonnen Abfall an. Grund genug, kurz vor den Weihnachtseinkäufen innezuhalten und zu fragen: umweltfreundlich schenken – wie geht das?

Geschenke in umweltfreundlichem Geschenkpapier

Eine genauso nachhaltige wie schöne Alternative: umweltfreundliches Geschenkpapier.

Foto: Getty Images/iStockphoto/imagospot

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit wächst der Abfallberg: Ausrangiertes landet auf dem Müll, Verpackungen häufen sich. Dabei lässt sich auch mit einem guten Gewissen ausgelassen Weihnachten feiern - zum Beispiel mit einem Ökobaum und Geschenken, die klimaneutral versandt und eingepackt wurden. Wer gemeinsame Zeit verschenkt, kann ganz auf Plastik und sonstigen Schnick-Schnack verzichten. 

Gesunder Weihnachtsbaum

Pro Jahr werden in Deutschland knapp 30 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Die meisten Bäume wachsen in Christbaumkulturen. Oft werden sie unter intensivem Einsatz von Chemikalien gezüchtet. Das schadet neben den Böden, Gewässern und Ökosystemen auch unserer Gesundheit, wenn der behandelte Weihnachtsbaum mitten im Wohnzimmer steht. Am umweltfreundlichsten sind Bäume, die natürlich gewachsen sind und aus der Region kommen. Ökobäume sind übrigens leicht am Bio- oder FSC-Siegel zu erkennen. Eine Liste mit Verkaufsstellen von Ökobäumen finden Sie hier. Oder Sie mieten sich einen Baum, der nach der Weihnachtszeit weiterleben darf.

Emissionen verringern

Lieber online bestellen als durch die Geschäfte zu tingeln? Nachhaltig ist das nicht. Denn beim Online-Shopping entstehen Berge von Verpackungsmüll. Bei einigen Versandhändlern gibt es deswegen die Option, die Ware im gebrauchten Karton anzunehmen. Aber auch die Abgasemissionen durch Paket-Lieferfahrzeuge belasten die Umwelt. Dem können Sie gegensteuern, zum Beispiel durch Wahl einer umweltfreundlichen Versandmethode. Dabei werden die beim Transport entstehenden Treibhausgase durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Generell gilt, Retouren möglichst zu vermeiden. Denn jedes Hin- und Herschicken der Pakete ist schlecht für die Ökobilanz.

Alternatives Geschenkpapier

Nach dem Fest häufen sich unter dem Baum oft Berge von Geschenkpapier. Das muss nicht sein: Nicht alles muss verpackt werden und manche Verpackung lässt sich auch wiederverwenden. Als Alternativen zu aluminiumbeschichtetem Schmuckpapier bieten sich Verpackungen aus Recyclingpapier, Kartons oder Packpapier an. Selbst bemalt oder mit Zweigen, getrockneten Blättern oder Tannenzapfen dekoriert, entstehen echte Hingucker.

Gut für das Herz: Teilen

Einfach mal etwas verschenken, das nicht herumsteht und einstaubt: Patenschaften oder Spenden-Geschenke machen es möglich. Diese Tradition kommt aus Nordamerika und findet mittlerweile auch in Europa immer mehr Anhänger. Das Schöne: Man beschenkt Familie und Freunde und tut gleichzeitig Gutes. 
Wie funktionieren Spenden-Geschenke? Zunächst ist zu überlegen, was dem Beschenkten besonders am Herzen liegt. Dann: Welches Projekt passt dazu? Ist etwas Passendes gefunden, kann im Namen des oder der Beschenkten Geld an die Organisation oder das Projekt gespendet werden. Trägt die Organisation das Spendensiegel und ist damit als seriös gekennzeichnet? Dann landet die Spende sicher dort, wo sie hin soll. Ob für den Erhalt der Kirche vor Ort oder den Regenwald in Übersee - für jeden findet sich in diesem Bereich etwas Passendes.

Zeit schenken

Gemeinsam eine intensive Zeit miteinander zu verbringen – auch das ist eine Möglichkeit, jemandem eine Freude zu machen. Zusammen aktiv zu werden, schafft bleibende Erinnerungen – ganz ohne Plastik und viel Schnickschnack. Der Klassiker sind Konzert- oder Theaterkarten.
Weitere Anregungen für gemeinsame Unternehmungen bietet die Seite "Zeit statt Zeug". Wie wäre es beispielsweise mit einem gemeinsamen Nähnachmittag oder einer Einführung in die Fahrrad-Reparatur? Dafür bietet die Webseite geschmackvolle E-Cards an, die den gemeinsamen Termin gleich verbindlich festlegen. So gerät der Gutschein ganz gewiss nicht in Vergessenheit.

Mit Nadel, Faden und dem alten Fahrradschlauch

Eine Alternative zum Einkauf ist das Selbermachen – neuerdings in Mode unter dem Kürzel DIY. Ob leckere Plätzchen, selbstgemachtes Öl, die Keksmischung oder das selbstgenähte Smartphone-Etui – mit ein bisschen Zeit und Geschick entstehen auch zu Hause schöne Geschenke.
Wem es dabei noch gelingt, Altes wiederzuverwerten oder sogar aus Abfall etwas Neues zu schaffen ("Upcycling"), kann helfen, den Müllberg abzubauen. Der Tisch aus der alten Palette, Körbe aus Altpapier oder Gürtel und Taschen aus alten Fahrradschläuchen etwa leisten den Beschenkten gute Dienste und sehen schick aus.