Zwei-Euro-Gedenkmünze "Bundesrat"

Merkel: Föderalismus ist Erfolgsgeschichte

Der Bundesrat feiert in diesem Jahr 70-jähriges Jubiläum - ein guter Grund, ihn mit einer Zwei-Euro-Münze zu ehren und das föderale System Deutschlands zu würdigen. Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Woidke stellten die Münze heute in Berlin vor.

Die Kanzlerin übergibt dem brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke die Gedenkmünze in einer dunkelfarbigen Box mit dem Bundesadler, dem deutschen Wappen, auf dem Deckel. Der Deckel ist geöffnet, damit Woidke die Münze inspizieren kann.

Brandenburgs Ministerpräsident Woidke nimmt die Zwei-Euro-Münze "Bundesrat" von Kanzlerin Merkel entgegen.

Foto: Bundesregierung/Steins

Die Zusammenarbeit von Bund und Ländern sei eine Erfolgsgeschichte, auch wenn man sich diesen Erfolg in langen Sitzungen hart erarbeiten müsse. Das betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Vorstellung der neuen Zwei-Euro-Gedenkmünze "Bundesrat", die die föderale Vielfalt Deutschlands würdigt.

Serie "Bundesländer"

Seit 2006 ist es Tradition, dass jeder neue Bundesratspräsident im Anschluss an seinen Antrittsbesuch bei der Bundeskanzlerin eine Zwei-Euro-Gedenkmünze mit einem Motiv aus seinem Bundesland erhält. Die Münzen, die anschließend in Umlauf gebracht werden, sollen den Bürgerinnen und Bürgern Europas den föderalen Aufbau Deutschlands näher bringen.

Würdigung des Bundesrates

Da Schleswig-Holstein, das den aktuellen Bundesratspräsidenten Daniel Günther stellt, bereits eine solche Münze besitzt, fiel das Motiv für die diesjährige Zwei-Euro-Münze etwas anders aus: Erstmals zeigt die Münze den Bundesrat, eines der fünf ständigen Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland, dessen Gründung sich 2019 zum 70. Mal jährt.

Zwei-Euro-Gedenkmünze von beiden Seiten: Die eine Seite zeigt den Bundesrat, auf der anderen ist die Wertigkeit der Münze (2-Euro) zu lesen.

Zu Ehren des 70-jährigen Bestehens des Bundesrates: die Zwei-Euro-Gedenkmünze.

Foto: BVA / Künstler: Michael Otto, Rodenbach / Fotografie: Hans-Jürgen Fuchs, Stuttgart

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesfinanzministerium, Bettina Hagedorn, würdigte die Münze als "kleines Kunstwerk".

Föderalismus ist gemeinsame Stärke

Da der aktuelle Bundesratspräsident, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, erkrankt war, nahm Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke die Münze an seiner Stelle entgegen. Dieser erinnerte zum Abschluss der Präsentation daran, dass der Föderalismus, auch wenn er immer wieder kritisiert werde, "nicht die Schwäche unseres Landes darstellt, sondern unsere gemeinsame Stärke".

Auf der Zwei-Euro-Gedenkmünze "Bundesrat" ist eine detailgetreue Gebäudeansicht des preußischen Herrenhauses in Berlin, in dem der Bundesrat seinen Sitz hat, zu sehen. Damit gibt die Bundesrepublik dem Bundesrat als tragendem Organ der Verfassung ein greifbares Zeichen der Anerkennung. Gestalter der Münze ist der Künstler Michael Otto aus Rodenbach. Das Ausgabevolumen beträgt 30 Millionen Stück. Die Münze gilt im gesamten Euroraum als ein offizielles Zahlungsmittel.

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