Neues Spritpreis-Entlastungspaket der Bundesregierung

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Energiesteuersenkung ab Oktober
Neues Spritpreis-Entlastungspaket der Bundesregierung

Die Bundesregierung sorgt für mehr Transparenz beim Tanken und entlastet Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Betriebe ab Oktober bei den Spritpreisen. Ab Anfang 2027 soll es einen vorübergehenden Spritpreisdeckel geben. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Eine Person betankt ein Fahrzeug an der Tankstelle.

In Folge des Iran-Nahost-Konflikts und der Sperrung der Schifffahrtsroute von Hormus ist der Ölpreis auf dem Weltmarkt um etwa 30 Prozent gestiegen.

Foto: Getty Images/alvaro gonzalez

Die Auswirkungen des Iran-Nahost-Konflikts auf die Kraftstoffpreise bereiten vielen Menschen Sorgen. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung beschlossen, die Energiesteuer ein weiteres Mal um rund 17 Cent pro Liter Kraftstoff zu senken. In Abstimmung mit den Ländern und den Koalitionsfraktionen im Deutschen Bundestag soll der Steuerrabatt beim Tanken zum 1. Oktober 2026 und bis Ende des Jahres gelten. Für einen solchen Tankrabatt hatte sich die Regierungskoalition am 12. April bereits für Mai und Juni 2026 entschieden.

Bundeskanzler Friedrich Merz sagte: „Wer jeden Tag auf das Auto angewiesen ist, kommt an seine Belastungsgrenze. Wir handeln schnell und haben einen klaren Fahrplan für 2027. Wir zeigen, dass wir in der Krise widerstandsfähig sind und den Bürgerinnen und Bürgern helfen.“ Er betonte, die Entlastung von 2,5 Milliarden Euro sei in Zeiten angespannter Haushalte kein Pappenstiel. „Umso mehr freue ich mich, wie schnell wir dieses Paket geschnürt haben“, so der Kanzler. Das sei ein starkes Signal für Deutschland.

Darüber hinaus wird der Bund Gespräche mit der Mineralölwirtschaft führen, um spätestens zum 1. Januar 2027 einen vorübergehenden Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens einzuführen. Besondere Priorität hat dabei die Versorgungssicherheit.

Die Bundesregierung bestärkt den Beschluss des Koalitionsausschusses vom 12. April 2026 und begrüßt die Gespräche in der Europäischen Union analog des EU-Energiekrisenbeitrages 2022, Maßnahmen gegenüber der Mineralölwirtschaft zu prüfen.

Außerdem hat die Bundesregierung das Kartellrecht bereits in diesem Jahr weiter verschärft.

Seit dem 1. April ist zudem das Maßnahmenpaket der Bundesregierung wirksam, um gegen die vielen täglichen Preiserhöhungen an den Tankstellen und gegen missbräuchlich erhöhte Kraftstoffpreise vorzugehen. Die sogenannte 12-Uhr-Regel erlauft Preiserhöhungen nur einmal am Tag. Das soll die Verlässlichkeit und Transparenz an den Tankstellen erhöhen und das Bundeskartellamt stärken. 

Weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Energie und Energieversorgung finden Sie in unserem FAQ.