Volkstrauertag

Mahnung zu Versöhnung

Zum Volkstrauertag haben Repräsentanten des Bundes und des Landes Berlin der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Nach der Kranzniederlegung in der Neuen Wache fand im Deutschen Bundestag die zentrale Gedenkveranstaltung statt.

Am Volkstrauertag haben in der Neuen Wache in Berlin Bundespräsident Steinmeier, Bundestagspräsident Schäuble, Bundesverteidigungsministerin von der Leyen, Bundesratspräsident Müller und Verfassungsgerichtspräsident Voßkuhle Kränze niedergelegt.

Gedenken in Berlin: Für die Bundesregierung nahm Verteidigungsministerin von der Leyen teil.

Foto: Bundesregierung/Felix Zahn

Am Volkstrauertag haben zunächst Repräsentanten der Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland in der Neuen Wache Kränze niedergelegt. Neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen - in Vertretung der Bundeskanzlerin - an der Kranzniederlegung teil. Zudem waren der Präsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Schäuble, der Präsident des Bundesrates, Michael Müller, und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle vor Ort.

Auch der Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Generalinspekteur der Bundeswehr und Repräsentanten des Landes Berlin hatten in der Neuen Wache Kränze niedergelegt. Die Neue Wache an der Straße Unter den Linden in Berlin-Mitte erinnert als Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den "Stillen Tagen". Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen. Er erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Der Volkstrauertag ist darüber hinaus zu einem Tag der Mahnung zu Versöhnung, Verständigung und Frieden geworden.

Zentrale Gedenkveranstaltung im Bundestag

Im Anschluss an die Kranzniederlegung fand im Plenarsaal des Deutschen Bundestages die zentrale Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag statt. Die Gedenkstunde stand traditionell unter der Schirmherrschaft des Bundestagspräsidenten, der auch das Totengedenken sprach. Der Ministerpräsident Estlands, Jüri Ratas, hielt die Gedenkrede. Estland hat zur Zeit die EU-Ratspräsidentschaft inne.

Alljährlich wird am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft mit einer Kranzniederlegung in der Neuen Wache gedacht. Seit 1993 ist die Neue Wache die Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland. Bundesweit werden die obersten Bundesbehörden und ihre Geschäftsbereiche halbmast beflaggt.

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