Weltoffene Hochschulen

Begehrt bei internationalen Studierenden

An deutschen Hochschulen studieren immer mehr junge Menschen aus dem Ausland. Deutschland ist weltweit das viertbeliebteste Land für ausländische Studierende und hat damit Frankreich überholt.

Eine Studentin aus China arbeitet in einer Bibliothek.

375.000 ausländische Studierende waren im Wintersemester 2017/2018 in Deutschland eingeschrieben.

Foto: Burkhard Peter

Deutschland ist zum beliebtesten nicht-englischsprachigen Gastland für internationale Studierende aufgestiegen. Nach den USA, Großbritannien und Australien liegt Deutschland auf Platz 4, wenn es um die Zahl der eingeschriebenen ausländischen Studentinnen und Studenten geht. Damit hat Deutschland Frankreich überholt. Bei ausländischen Forschenden steht Deutschland weltweit sogar auf Rang drei der Beliebtheitsskala. 

Das sind Ergebnisse des Berichts "Wissenschaft weltoffen 2019", den der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) Mitte August veröffentlicht haben.

Die meisten ausländischen Studierenden kommen aus China, Indien und Österreich. Es folgen Russland, Italien und Syrien. Auch auf ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hat Deutschland eine hohe Anziehungskraft: In den vergangenen zehn Jahren verdoppelte sich ihre Zahl an deutschen Hochschulen nahezu.

Anteil liegt bei 13,2 Prozent

Im Wintersemester 2017/18 waren rund 375.000 ausländische Studierende in Deutschland eingeschrieben. Die Anzahl der deutschen Studierenden an den deutschen Hochschulen lag bei 2,47 Millionen. Damit hatten die ausländischen Studierenden einen Anteil von 13,2 Prozent an deutschen Hochschulen.

Auch deutsche Studierende sind äußerst mobil. 2016 strebten fast 145.000 Deutsche einen Studienabschluss an einer Hochschule im Ausland an. Etwa ein Drittel aller deutschen Studierenden absolviert während des Studiums einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt.

Hohe Qualität deutscher Hochschulen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sagt: "Deutschland zieht immer mehr Studierende und Forschende aus dem Ausland an. Unser Hochschul- und Wissenschaftsstandort wird international immer attraktiver. Darauf können wir stolz sein und das sollte uns anspornen, noch besser zu werden."

Die Ergebnisse zeigten aber nicht nur die hohe Qualität des deutschen Wissenschafts- und Hochschulsystems. Fast 42.000 internationale Studienabsolventinnen und -absolventen im vergangenen Jahr bildeten auch ein bedeutendes und wachsendes Potenzial zur Deckung unseres Fachkräftebedarfs, so Karliczek.

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