Interaktiv im Computerspielemuseum

Europa in meiner Region Interaktiv im Computerspielemuseum

Computerspiele gibt es heute praktisch für jedes Handy. Das Computerspielemuseum in Berlin beleuchtet die Evolution der PC-Spiele seit ihren Anfängen. Aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung erhielt das Computerspielemuseum für den Aufbau 220.000 Euro.

Junge Besucher vor dem Computerspielemuseum.

Das Computerspielemuseum in Berlin gibt einen Überblick über die Evolution der PC-Spiele.

Foto: Computerspielemuseum/Jörg Metzner

Heutzutage ist es für viele selbstverständlich: Spielen über Konsole, PC oder Smartphone und nebenbei mit Freunden über Soziale-Online-Dienste kommunizieren. Früher musste man zum "Zocken" noch in die Spielhalle.

Doch wer kennt die lange Geschichte, die dahinter steckt? Das Computerspielemuseum vereint die Anfänge der elektronischen Spielewelt mit den heutigen Möglichkeiten der digitalen Welt. Es ist ein Museum zum Anfassen, es gibt interaktive Spielstationen und mit raren Originalen können Klassiker gezockt werden.

Weit mehr als nur Spielspaß

Neben dem interaktiven Spieleerlebnis kommt die Bildung nicht zu kurz. Anschaulich wird beleuchtet, welches Potenzial aus der Verschmelzung von Technologie, menschlicher Kreativität und Spiel erwächst. Berufsbilder wie der Screen-Designer werden vorgestellt.

Den Folgen der digitalen Welt ist ein eigener Teil gewidmet. Was bedeutet die Ausbreitung der digitalen Spielewelt in unserer Gesellschaft und wie ist sie zu bewerten? Auch die Spielsucht und die Gewaltverherrlichung als dunkle Seite der Spielindustrie werden angesprochen. So finden sich in der Ausstellung beispielsweise Erfahrungsberichte von spielsüchtigen Jugendlichen.

Europäische Unterstützung aus dem EFRE

Aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) standen dem Land Berlin in der Förderperiode 2007–2013 insgesamt 875,6 Millionen Euro zur Verfügung. Davon bekam das Computerspielemuseum für den Aufbau 220.000 Euro. Die notwendige Kofinanzierung erbrachte die LOTTO-Stiftung Berlin.

Ziel des EFRE-Fonds ist es, Ungleichheiten zwischen verschiedenen Regionen in der EU zu beseitigen. Die EU gibt einige Regeln vor, welche Art von Projekten mit EFRE-Geldern gefördert werden sollen. Letztendlich entscheiden in Deutschland jedoch die Landesregierungen über die Vergabe der Mittel.

Die Landesregierungen achten dabei nicht nur auf die Zukunftsfähigkeit der geförderten Projekte. Es ist auch wichtig, dass die gesamte Gesellschaft von den EU-Geldern profitiert. Im Fall des Computerspielemuseums ist es die Erhaltung des Kulturerbes. Computerspiele sind ein bedeutsamer Bestandteil unserer zunehmend durch digitale Technologien geprägten Kultur. Das Computerspielemuseum setzt sich aktiv dafür ein, die Kultur und Geschichte von digitalen Spielen einem breitem Publikum zu vermitteln.

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