Grütters: Ihre Stimme wird fehlen

Trauer um Jutta Limbach Grütters: Ihre Stimme wird fehlen

Die frühere Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts Jutta Limbach ist tot. Kulturstaatsministerin Grütters würdigte sie als Politikerin und Kulturfrau. Als Vorsitzende der später nach ihr benannten "Beratenden Kommission" sei es ihr gelungen, Vertrauen für unser Land in schwierigen Fragen der Restitution zu erwerben.

Jutta Limbach hat seit 2003 die "Beratende Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz" geleitet. Dieser sensiblen und schwierigen Aufgabe habe sie sich "mit großem diplomatischen Geschick, Fingerspitzengefühl und besonderem Einfühlungsvermögen gewidmet", so Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Als Vorsitzende der Kommission sei es ihr gelungen, in den Augen der ganzen Welt Vertrauen für unser Land in schwierigen Fragen der Restitution zu erwerben.

Grütters weiter: "Sie war in ihrer Art überzeugend und sehr resolut, hat aber immer wieder den Konsens zum Ziel ihrer Arbeit gemacht und auf Verständigung gesetzt, wo die Politik auch manchmal an ihre Grenzen gestoßen ist. Und ich glaube, dass diese Art und dieses diplomatische Geschick, sie zu einer so glaubwürdigen Vorsitzenden der Kommission gemacht hat. Besonders verdient gemacht hat sich Jutta Limbach als Präsidentin des Goethe-Institut um die Kulturvermittlung  und die Pflege der deutschen Sprache, die sie zum Hauptschwerpunkt ihrer Arbeit gemacht hat. Ihre Stimme wird der Bundesrepublik sehr fehlen."