Aktuelles

Wir haben heute die Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschland und Neuseeland, die seit dem Besuch der Bundeskanzlerin in Neuseeland im November 2014 stattgefunden hat, begrüßt, und bekräftigen erneut, dass unsere Partnerschaft geprägt ist von gemeinsamen Werten, einer dynamischen Zusammenarbeit im politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Bereich, engen Beziehungen zwischen den Menschen beider Länder sowie der engen Zusammenarbeit zu einer Reihe internationaler Fragen.

Wir begrüßten die zunehmende Häufigkeit von Besuchen führender Politiker im jeweils anderen Land sowie die fruchtbare Zusammenarbeit zu einem breiten Spektrum globaler Themen. Wir sehen der Fortsetzung dieser regelmäßigen Besuche und Gespräche auf politischer Ebene erwartungsvoll entgegen. Dieses Engagement wird ab 2016 durch den erstmaligen Besuch eines deutschen Stipendiaten des neuseeländischen Premierministers in Neuseeland ergänzt.

In Übereinstimmung mit unserer 2014 getroffenen Vereinbarung hat die Breite der Gespräche zwischen unseren beiden Regierungen zugenommen. Wir haben hochrangige Regierungsvertreter angewiesen, weiterhin regelmäßig die Möglichkeit wahrzunehmen, Sichtweisen und Erfahrungen zu Themen von gemeinsamem Interesse auszutauschen, insbesondere auch zu internationalen und regionalen Fragen in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Sicherheit.

Wir würdigten die wachsenden Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen unseren Ländern. Wir begrüßten den kürzlich erzielten erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen für ein Partnerschaftsabkommen über die Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen Neuseeland und der Europäischen Union, welches eine formelle Struktur für die Beziehungen zwischen Neuseeland und der Europäischen Union darstellt. Ferner begrüßten wir nachdrücklich die Ankündigung, dass die EU und Neuseeland den Prozess zu Verhandlungen beginnen werden, um rasch ein qualitativ hochwertiges, tief greifendes und umfassendes Freihandelsabkommen zu erzielen, und sehen der schnellstmöglichen Aufnahme dieser Verhandlungen erwartungsvoll entgegen.

Die Zusammenarbeit im Bereich Wissenschaft und Innovation hat sich im Laufe des letzten Jahres weiter verstärkt. Die Zusammenarbeit im Bereich der medizinischen Robotik zwischen dem Institut für Biotechnik der Universität von Auckland und dem deutschen Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA hat inzwischen den Status eines Leuchtturmprojekts erreicht; außerdem sind weitere gemeinsame wissenschaftliche Vorhaben angelaufen, insbesondere im Bereich Agrarwissenschaften.

Gestern nahmen wir beide auf Einladung des französischen Staatspräsidenten François Hollande an der Hochrangigen Eröffnungssitzung der 21. Sitzung der Konferenz der Vertragsstaaten des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen in Paris teil. Unsere beiden Länder unterstützen nachdrücklich die Annahme eines ehrgeizigen, langfristigen, umfassenden und rechtlich bindenden Übereinkommens, um den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur bei weniger als 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu halten, und werden auf ein erfolgreiches Ergebnis der Konferenz hinarbeiten. Wir haben uns ferner 37 anderen Staaten angeschlossen und unterstützen ein Kommuniqué, das die internationale Staatengemeinschaft dazu auffordert, ineffiziente Subventionen für fossile Brennstoffe abzuschaffen und so einen wichtigen Beitrag zur Abschwächung des Klimawandels zu leisten.

Unsere gemeinsamen Werte haben das gegenseitige Interesse an einer engen Zusammenarbeit im Bereich bedeutender internationaler Entwicklungen gestärkt, unter anderem in Syrien, Irak, Afghanistan, Ukraine, in der internationalen Flüchtlings- und Migrationsthematik und in den Beziehungen zu asiatischen Staaten. Wir waren uns einig, wie wichtig es ist, die friedliche Lösung maritimer Konflikte in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht zu unterstützen.

Wir sind entschlossen, das Potenzial des Ferienarbeitsaufenthaltsprogramms in vollem Umfang auszuschöpfen. Die Vergabe eines Friedens- und Sicherheitsstipendiums des neuseeländischen Premierministers an einen deutschen Studenten für ein Masterstudium in Neuseeland wird unserem gemeinsamen Interesse an der Förderung des Friedens und der internationalen Sicherheit sowie der Hochschulbildung auf konkrete Weise Ausdruck verleihen.