Digital. Sicher. Souverän.

Forschungsprogramm zur IT-Sicherheit Digital. Sicher. Souverän.

IT-Sicherheit und Privatheit in der digitalen Welt sind für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft von elementarer Bedeutung. Mit dem Forschungsrahmenprogramm zur IT-Sicherheit, das das Kabinett am Mittwoch beschlossen hat, bündelt die Bundesregierung die Aktivitäten zur IT-Sicherheitsforschung – dafür stehen 350 Millionen Euro bereit.

Foto zeigt ein Symbolbild IT-Sicherheit, ein Schloss und Zahlencodes

IT-Sicherheit ist unverzichtbar für den Erhalt und die Stärkung der technologischen Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

Foto: mauritius images / CSueb / Alamy

Menschlicher Fortschritt ist eng mit technologischen Entwicklungen verbunden. Die Digitalisierung verwandelt die Welt extrem schnell. In vielerlei Hinsicht verändert sich das Leben durch Smartphones, Internet und Computer zum Guten: Das Wissen der Welt ist nur einen Klick entfernt, digitale Innovationen erleichtern den Alltag. „Das Wissen der Welt ist nur noch einen Mausklick entfernt“, betonte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bei der Vorstellung des neuen Forschungsrahmenprogramms, das am Mittwoch im Kabinett beschlossen wurde.

Doch Teil der Wahrheit ist auch, dass dadurch auch die Abhängigkeit von digitalen Systemen immer größer wird. „Unternehmen, Hochschulen und staatliche Institutionen werden immer häufiger Ziel von Cyberangriffen“, so die Ministerin. Auch die Beeinflussung von Wahlen durch gezielte, automatisierte Desinformationen in sozialen Netzwerken könne eine Gefahr für die freiheitlich demokratische Grundordnung sein. Deshalb ist der Schutz der digitalen Systeme vor Missbrauch und Angriffen besonders wichtig, sagte Karliczek. Die Forschung ist der Schlüssel für IT-Sicherheit und Privatheit, damit auch in Zukunft ein digitalisiertes Leben auf Basis von Vertrauen und Sicherheit möglich ist. 

Bündelung der IT-Sicherheitsforschungsvorhaben

Mit dem Forschungsrahmenprogramm zur IT-Sicherheit „Digital. Sicher. Souverän." legt die Bundesregierung die Leitlinien für die Forschungsförderung fest, zeigt wichtige Handlungsfelder auf und setzt den Rahmen, um sichere, innovative IT-Lösungen für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Staat zu entwickeln. Das ist heute wichtiger denn je. Denn die Digitalisierung verwandelt die Welt rasant – in der Pandemie wurde dies umso mehr bewusst. Die Herausforderungen sind komplex und werden mit wachsenden Datenmengen sowie dem Voranschreiten von Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) und Quantencomputing weiter zunehmen.

Mit einer exzellenten Forschung und einem schnellen, erfolgreichen Transfer der Ergebnisse in die Praxis sollen Deutschlands eigene Kompetenzen auf dem Gebiet der IT-Sicherheit weitergestärkt werden. Sie sind in einer digitalen Welt angesichts von globalisierten Wertschöpfungsketten, Plattformökonomie und Netzwerkeffekten unbedingt notwendig.

Diesen Tatsachen trägt das Forschungsrahmenprogramm Rechnung, um die hiesige Forschung zu IT-Sicherheit und Privatheit in die Zukunft zu führen und so perspektivisch zu einem besseren Leben aller Bürgerinnen und Bürger beizutragen.

Die Bundesregierung versteht das Forschungsrahmenprogramm als eine ressortübergreifende Aktivität, mit der eine Plattform für die Erforschung und Entwicklung zukunftsfähiger Lösungen im hochdynamischen Feld der IT-Sicherheit entstehen soll. Denn IT-Sicherheit ist unverzichtbar für den Erhalt und die Stärkung der technologischen Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.