Merkel trifft Ministerpräsident Nordmazedoniens

Europäische Einbindung weiter fördern

Die Bundeskanzlerin hat den nordmazedonischen Ministerpräsidenten Zaev im Bundeskanzleramt empfangen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen neben den bilateralen Beziehungen beider Länder auch außen- und europapolitische Fragen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt Zoran Zaev, Ministerpräsident der Republik Nordmazedonien.

Bundeskanzlerin Merkel begrüßt Ministerpräsident Zaev im Kanzleramt.

Foto: Bundesregierung/Kugler

Gemeinsam mit Frankreich hat sich Deutschland das Ziel gesetzt, die Stabilität der Balkanregion zu stärken. Bereits bei einem Besuch in Skopje im September 2018 sagte Kanzlerin Angela Merkel: "Wir wollen Ihr Land auf dem weiteren Weg der Reformen unterstützen, die notwendig sind, um Mitglied der Europäischen Union zu werden."
Ein wichtiger Baustein war die Beilegung des Namensstreits "Mazedonien".

Unter Vermittlung der Vereinten Nationen trägt die Balkanrepublik seit dem 12. Februar 2019 den Namen Nordmazedonien und beendet damit den seit 1991 währenden Namensstreit mit Griechenland. Die griechische Regierung hatte den vom nördlichen Nachbarland für sich in Anspruch genommenen Staatsnamen "Republik Mazedonien" abgelehnt. In einem Interimsabkommen vom 13. September 1995 hatten sich beide Länder darauf geeinigt, unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen über eine einvernehmliche Lösung des Namensstreits zu verhandeln. Bis zur offiziellen Umbenennung wurde das Land "ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien" (ejRM) genannt.

Blick in Richtung Nato und EU

Nordmazedonien orientiert sich weiter in Richtung EU und Nato. Das Land hat in den vergangenen Jahren seinen Sicherheitssektor ehrgeizig reformiert und große Fortschritte im Bereich Rechtsstaatlichkeit und Demokratie erzielt. Die Regierung hat sich selbst verpflichtet, die eingeleiteten Reformschritte weiterhin engagiert fortzusetzen.

Nach der Zustimmung der 29 Nato-Staaten wird Nordmazedonien spätestens im Jahr 2020 das 30. Mitglied des Bündnisses werden. Auch mit Blick auf Europa hat Nordmazedonien seine Postition für eine Annäherung an die EU deutlich verbessert. 

Im April nahm Ministerpräsident Zoran Zaev auch am Westbalkantreffen teil, das auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Kanzleramt stattfand.

Die Republik Nordmazedonien ist ein Binnenstaat in Südosteuropa. Das Land war eine Teilrepublik Jugoslawiens und proklamierte im Jahr 1991 seine Unabhängigkeit. Auf dem Staatsgebiet mit einer Fläche von gut 25.700 Quadratkilometern leben rund 2,1 Millionen Einwohner, davon etwa 700.000 in der Hauptstadt Skopje. Nordmazedonien grenzt an Serbien, Kosovo, Bulgarien, Griechenland und Albanien.

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