Europäischer Wettbewerb

Europa entdecken und mitgestalten

Wo bieten sich Chancen in Europa, wo sind Verbesserungen möglich? Mit diesen Fragen haben sich Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland beschäftigt, 75.000 kreative Beiträge entstanden. Jetzt besuchten die Preisträgerinnen und Preisträger des "Europäischen Wettbewerbs" das Bundeskanzleramt in Berlin.

Teilnehmer im PBZ im Bundespresseamt

Preisträger des 61. Europäischen Wettbewerbs stellen ihre Arbeiten im Bundespresseamt vor.

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Zum 61. Mal beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler mit dem Lebensmodell Europa. In diesem Jahr waren es rund 84.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 1.125 Schulen in ganz Deutschland.

Erstmalig wurden dabei gemeinschaftliche Projekte verschiedener europäischer Länder zugelassen. Die Internetplattform eTwinning brachte 395 Schülerinnen und Schüler aus 13 europäischen Ländern zusammen. Mit Erfolg: es entstanden neun spannende Projekte.

Gleichzeitig lernen und Spaß haben

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs fragten sich, wie sie in Europa leben wollen. Chancen und Möglichkeiten spielten hier ebenso eine Rolle wie mögliche Verbesserungen. Ob Collage, Video oder Aufsatz – der gestalterischen Freiheit waren keine Grenzen gesetzt.

Durch die intensive Auseinandersetzung mit der jeweiligen Aufgabenstellung lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Europa besser kennen: "Am meisten Spaß hat mir persönlich das Recherchieren zur Familienpolitik in Europa gemacht und ich habe aus der Projektarbeit mitgenommen, dass ich die Funktionsweise der EU nun viel besser verstehe", sagte eine Schülerin.
Für einen ihrer Mitbewerber stand die Kreativität im Vordergrund: "Man hatte die Möglichkeit, über die eigene Schule hinaus beweisen zu können, was in einem steckt – vor allem auf kreativer Ebene."

Ziel des Europäischen Wettbewerbs ist es, den Teilnehmern Europa zu vermitteln und sie zum Mitgestalten anzuregen. Jedes Jahr können sich alle Schularten und Klassenstufen an dem Schülerwettbewerb beteiligen. Eine Betreuung durch schuleigene Lehrkräfte ist nicht zwingend notwendig.

Auswahl der Bundespreisträger

Zunächst wurden die 75.000 Wettbewerbsbeiträge von den Landesjurys vorsortiert. Danach wurden die aussichtsreichsten Beiträge an die Berliner Geschäftsstelle des Europäischen Wettbewerbs weitergeleitet. Anschließend wählte die Bundesjury aus diesen 1.500 Arbeiten die über 600 Bundespreisträger aus.
Die Preise für die Gewinner sind vielfältig und reichten von Kunstseminaren bis zu Einladungen nach Brüssel oder Berlin.

Vom 13. bis 25. Juni 2014 wurden die preisgekrönte Arbeiten im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in Berlin ausgestellt.

Eine Reise ins politische Berlin

Auf Einladung der Bundeskanzlerin erkundeten die Preisträger vom 25. bis 27. Juni 2014 die Hauptstadt und bildeten sich politisch weiter. Die Reise beinhaltete unter anderem einen Besuch im Deutschen Bundestag, wo die Jugendlichen an einer Sitzung im Plenarsaal teilnahmen. Außerdem führten sie ein Gespräch mit der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Aydan Özoğuz, im Bundeskanzleramt.

Das intensive Programm hat den Blick der Jugendlichen auf Europa noch zusätzlich geschärft:
"So ist mir zum einen durch die Beiträge anderer Teilnehmer, als auch durch das Beisitzen im Bundestag wieder etwas deutlicher geworden, welche Möglichkeiten Europa eröffnet, aber auch welchen Einfluss es auf die deutsche Politik ausübt", sagte eine Teilnehmerin im Anschluss an die Reise. 

Europa prägt unseren Alltag

Europa prägt den Alltag der Jugendlichen und sie wollen nicht mehr auf die Möglichkeiten verzichten, die Europa ihnen bietet – die Freizügigkeit, der kulturelle Austausch sowie die Möglichkeit, zeitweise oder auch langfristig in anderen europäischen Ländern zu studieren und zu arbeiten. Dass sich die Zusammenarbeit in Europa aber nicht ausschließlich um Reisefreiheit und Erasmus dreht, sondern sie eine Notwendigkeit ist, um langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu sein und länderübergreifend Probleme zu lösen, ist ihnen auch klar: "Jeder für sich – das wird nicht funktionieren."

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