Chiles Präsident in Berlin

Enge und freundschaftliche Beziehungen

Deutschland und Chile wollen ihre Beziehungen weiter intensivieren - zum Beispiel in den Bereichen erneuerbare Energien und Rohstoffe sowie bei Wissenschaft und Forschung. In Berlin empfing Kanzlerin Merkel den chilenischen Staatspräsidenten Sebastián Piñera.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Präsident der Republik Chile, Sebastián Piñera, bei der Begrüßung mit militärischen Ehren.

Begrüßung mit militärischen Ehren.

Foto: Bundesregierung/Kugler

"Chile verfügt über sehr große Rohstoffvorkommen im Bereich Lithium und auch im Bereich Kupfer", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Für eine bessere Zusammenarbeit in der Rohstoffwirtschaft wurde bereits ein Abkommen beschlossen.

Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien

"Wir haben sehr gute bilaterale Beziehungen und wollen diese noch intensivieren", erklärte Merkel. Chile sei weit vorangeschritten bei erneuerbaren Energien. Insofern sei die Zusammenarbeit in den Bereichen Energieeffizienz und Ausbau der erneuerbaren Energien ein wichtiger Punkt, so die Kanzlerin. Eine weitere Zusammenarbeit ist bei der dualen Berufsausbildung sowie in Wissenschaft, Forschung und Technologie geplant.

Erneuerung des Handelsabkommens mit der EU

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Chiles innerhalb der Europäischen Union. Auch die EU arbeitet an einer Erneuerung des Handelsabkommens mit Chile. Deutschland begleite die Verhandlungen sehr positiv, erklärte Merkel.

Zurzeit ist ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Chile in Arbeit, das den Handel weiter stärken wird. Der chilenische Staatspräsident Sebastián Piñera betonte bei dem Treffen im Bundeskanzleramt in Berlin die Bedeutung von Multilateralismus und Freihandel für sein Land.

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Presseunterrichtung der Kanzlerin und des chilenischen Präsidenten Piñera

"Colonia Dignidad": Aufarbeitung war Thema

Thematisiert wurde auch die Aufarbeitung der Verbrechen in der ehemaligen "Colonia Dignidad". Hier soll die Zusammenarbeit - auch im Interesse der überlebenden Opfer - noch weiter ausgebaut werden. Die beiden Regierungschefs halten dies für außerordentlich wichtig. Im Raum steht die Realisierung eines Lernortes oder einer Gedenkstätte.

Am Donnerstag wird Staatspräsident Piñera in Hamburg als Ehrengast am 69. Lateinamerika-Tag erwartet. Auch dieser Besuch wird genutzt, um die wirtschaftlichen Kontakte zu intensivieren.

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