Internationaler Tag des Ehrenamtes

Ein Preis fürs Engagement

Hilfsbereitschaft und Engagement sind für eine Gesellschaft unverzichtbar. Der Deutsche Engagementpreis will dieses Engagement ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Familienministerin Giffey würdigte die Preisträger stellvertretend für all jene, die sich tagtäglich für ihre Mitmenschen stark machen.

In der Mitte ein Bild von einem Herz und einer Hand, darunter stehen die Worte "Danke an alle Ehrenamtlichen!" Sie leben Solidarität und Toleranz.

Mehr als 30 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich.

Foto: Bundesregierung

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sagte bei der feierlichen Preisverleihung in Berlin: "Freiwilliges Engagement hält unsere Gesellschaft zusammen, macht unser Land lebenswerter und stärker. Mit dem Deutschen Engagementpreis ehren wir diejenigen, die sich besonders vorbildlich für andere einsetzen – freiwillig und unentgeltlich. Ihr Engagement macht unsere Gesellschaft besser. Im Kleinen wie im Großen."

Der Deutsche Engagementpreis wurde 2009 vom Bündnis für Gemeinnützigkeit ins Leben gerufen. Traditionell wird er am 5. Dezember, dem Internationalen Tag des Ehrenamtes, verliehen. Förderer sind das Bundesfamilienministerium, die Deutsche Fernsehlotterie und die Deutsche Bahn Stiftung. Bundesweit waren dieses Jahr 554 Projekte in sechs Kategorien nominiert.

Preise in sechs Kategorien

Die Preisträger sind so vielfältig wie das Engagement der Menschen im Land auch: Ob die Vermittlung von behinderten Pflegekindern durch den Bundesverband behinderter Pflegekinder e.v., die nachbarschaftliche Vernetzung von Jung und Alt zum Wohle des Tierschutzes durch das Projekt "Silberpfoten", der Kampf gegen Altersarmut älterer Frauen durch das Projekt "Moje Tieden", das Vorgehen gegen Rassismus und Intoleranz an Schulen mit der Initiative Regionale Schule Rudolf Tarnow, ein Präventionsangebot für religiös oder politisch motivierten Extremismus "180 Grad Wende" oder der Kampf für saubere Flüsse und Meere mit Hilfe von Clean River Project e. V – allen Preisträgern ist gemein, dass sie sich für andere mit Herzblut einsetzen.

Der Engagementpreis wurde im Rahmen des Deutschen EngagementTages verliehen. Er findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt und wird gemeinsam von BMFSFJ und dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) ausgerichtet. Die Tagung soll den hohen Stellenwert des ehrenamtlichen Engagements für eine lebendige und demokratische Gesellschaft zeigen. Vor allem dient sie aber auch der Vernetzung und dem Austausch der Aktiven untereinander.

Mehr als 30 Millionen engagieren sich ehrenamtlich

Ehrenamtliches Engagement hat in Deutschland eine lange Tradition und ist wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Mehr als 30 Millionen Bürgerinnen und Bürger engagieren sich genau aus diesem Grund hierzulande auf verschiedenste Art: bei der Freiwilligen Feuerwehr, beim Rettungsdienst, in Sportvereinen oder Pflegeheimen, im Zivilschutz, in der Flüchtlingshilfe oder in Stadtteilinitiativen. "Ehrenamtliche legen los und packen an, wenn Not am Mann oder Not an der Frau ist. Das ist die Einstellung eines Miteinanders, wie wir es in unserer Gesellschaft brauchen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Bundesregierung fördert mit verschiedenen Programmen ehrenamtliche Projekte und stärkt so das ehrenamtliche Engagement. Zudem gibt es verschiedene Freiwilligendienste, die der Bund ebenfalls finanziell fördert.

Rahmenbedingungen verbessern

Für die aktuelle Legislaturperiode habe sich die Bundesregierung viel vorgenommen, um ehrenamtliches Engagement zu fördern, betonte die Kanzlerin bei einer Preisverleihung für Ehrenamtliche. "Wir wollen den rechtlichen Rahmen des Ehrenamts verbessern und unter anderem eine Einrichtung schaffen, die die ehrenamtlich Engagierten bei organisatorischen und digitalen Fragen unterstützt. Wir wollen ehrenamtliche und gemeinnützige Organisationen in ihrer Start- und Wachstumsphase fördern", sagte sie.

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