Notruf 112

Ein Europa – eine Nummer

Der Notruf 112 hat eine neue Schirmherrin: Die 112-jährige Edelgard Huber von Gersdorff aus Karlsruhe wirbt für die lebensrettende Nummer. Der gebührenfreie, länderübergreifende Notruf hilft in ganz Europa, ohne Vorwahl, von Mobiltelefon oder Festnetz - eine europäische Erfolgsgeschichte.

Edelgard Huber von Gersdorff in ihrer Karlsruher Wohnung.

Edelgard Huber von Gersdorf ist Schirmherrin der 112 und begeisterte Europäerin.

Foto: picture alliance / Uli Deck/dpa

Edelgard Huber von Gersdorff, die wahrscheinlich älteste Frau Deutschlands, ist Patin der einheitlichen europäischen Notrufnummer.

Niemand kennt den Weg der europäischen Einigung so gut wie sie: Geboren 1905, hat sie das Kaiserreich erlebt, zwei Kriege, Mauerbau und deutsche Einheit. "Die 112 ist das Zeichen für Hilfe und ein wichtiges Symbol für die europäische Einigung", sagt die Seniorin aus Karlsruhe. Sie weiß: Wir alle brauchen manchmal Hilfe und Verständigung, sei es zwischen Ländern und Regionen, im Alter oder im Notfall.

Huber von Gersdorff sieht gerade in der Schaffung der gemeinsamen Notrufnummer 112 ein bedeutsames Symbol im europäischen Einigungsprozess. Sie hat sich Zeit ihres Lebens als Europäerin verstanden. Die studierte Juristin ist viel durch Europa gereist und hofft, in diesem Jahr einmal nach Straßburg zu fahren. Bis heute interessiert sie sich für europäische Politik. 

Ein Europa – eine gemeinsame Notrufnummer.

In Deutschland gilt die 112 bereits seit 45 Jahren. Die EU-Mitgliedsstaaten beschlossen 1991, die Nummer in der gesamten EU einzuführen. Aus über 40 nationalen Einzelnummern wurde so eine europäische Erfolgsgeschichte. Die 112, ein Helfer für alle, wurde auch zum Zeichen gelebter europäischer Einheit.

Im Notfall 112: Sei es zu Hause oder auf Reisen, mit der 112 liegt man richtig. Der gebührenfreie, länderübergreifende Notruf hilft in ganz Europa, ohne Vorwahl, vom Mobiltelefon oder vom Festnetz.

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